Trumps exklusiver „Friedensrat“: Ein Milliarden-Club für Autokraten?

​Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2026 hat US-Präsident Donald Trump mit der Unterzeichnung eines Gründungsdokuments für eine weltweite Erschütterung gesorgt: Der neue „Friedensrat“ (auch Board of Peace genannt) ist offiziell ins Leben gerufen worden. Was vordergründig nach einer diplomatischen Initiative klingt, entpuppt sich als ein höchst umstrittener Exklusiv-Club, der eher an ein Geschäftsmodell als an echte Friedensarbeit erinnert.

​Ein Gremium nach Trumps Regeln

​Die Struktur des Rates ist ohne Vorbild in der modernen Politik. Trump hat sich selbst zum Vorsitzenden auf Lebenszeit bestimmt. Er allein entscheidet darüber, wer ihm irgendwann nachfolgt – völlig egal, ob er dann noch US-Präsident ist oder nicht. Die Teilnahmebedingungen sind dabei besonders brisant: Während die ersten drei Jahre kostenlos sind, wird danach eine einmalige Zahlung von einer Milliarde US-Dollar fällig, um einen dauerhaften Sitz zu behalten. Wofür dieses gewaltige Geld verwendet werden soll, bleibt völlig unklar, was Kritiker zu Vorwürfen von Korruption und privater Bereicherung veranlasst.

​Der Rauswurf von Mark Carney

​Wie exklusiv und empfindlich dieser Club ist, zeigt die jüngste Ausladung des kanadischen Premierministers Mark Carney. Nachdem Carney in einer Rede in Davos die Bedeutung von Werten und der Zusammenarbeit von Mittelmächten betont hatte, zog Trump die Einladung prompt zurück. Die Begründung: Carney habe sich nicht „dankbar“ genug gezeigt. Trump vertritt die Ansicht, Kanada existiere nur wegen der Gnade der USA – eine Sichtweise, der Carney entschieden widersprach, indem er die Eigenständigkeit Kanadas betonte. Damit ist klar: Wer nicht spurt, fliegt raus.

​Eine illustre Runde von Autokraten

​Anstatt auf demokratische Partner setzt Trump auf eine Liste von Staatschefs, die für ihre harte Hand und autokratische Züge bekannt sind. Das Gremium wirkt zunehmend wie eine Gegen-Organisation zur UN. Zu den Mitgliedern und festen Anwärtern gehören:

  • Russland: Donald Trump verkündete, dass Wladimir Putin die Einladung angenommen habe. Der Kreml prüft die Unterlagen jedoch noch offiziell. Putin hat bereits vorgeschlagen, die Milliarde Dollar Eintrittsgeld aus den in den USA eingefrorenen russischen Vermögen zu zahlen.
  • Ungarn & Belarus: Ministerpräsident Viktor Orbán und Machthaber Alexander Lukaschenko gehören zu den ersten festen Mitgliedern und unterstützen Trumps Kurs ohne Vorbehalte.
  • Türkei: Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat das Gründungsdokument in Davos bereits persönlich unterzeichnet.
  • Ägypten: Präsident Abdel Fattah el-Sisi hat die Einladung offiziell angenommen und sieht den Rat als neues Machtzentrum.
  • Zentralasien: Auch die autoritär geführten Staaten Kasachstan und Aserbaidschan sind als Gründungsmitglieder mit an Bord.
  • Vietnam: Die Führung der Sozialistischen Republik hat ihre Teilnahme ebenfalls bereits bestätigt.
  • Golf-Monarchien: Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien unterstützen das Projekt massiv, vor allem im Hinblick auf den geplanten Gaza-Friedensplan.

​Ein neuer Machtblock gegen die Weltordnung

​Kritiker befürchten, dass dieser Rat dazu dient, die regelbasierte Ordnung der Welt zu zerschlagen. Während Länder wie Deutschland unter Friedrich Merz oder auch Kyjiw bisher keine Zusage gegeben haben, wächst die Sorge vor einem System, das nur noch auf persönlicher Loyalität und Geld basiert. In Trumps Club scheint kein Platz für unabhängige Meinungen zu sein. Es geht offenbar weniger um den Weltfrieden als vielmehr um den Aufbau eines Machtblocks, der völlig losgelöst von bisherigen demokratischen Regeln agiert.

​Ein Blick auf die künftige Weltlage

​Der Friedensrat zeigt deutlich, wohin die Reise gehen soll: Weg von langwierigen UN-Abstimmungen, hin zu einem geschlossenen Zirkel, in dem man sich Einfluss für eine Milliarde Dollar erkaufen kann. Dass Mark Carney ausgeladen wurde, weil er auf eigenständige Werte beharrte, ist eine Warnung an alle anderen Staaten. Es bleibt abzuwarten, wie viele Länder tatsächlich bereit sind, sich diesem autoritären System unterzuordnen, nur um einen Platz an Trumps Tisch zu ergattern.

Quellen:

​Soll ich für dich recherchieren, wie die Bundesregierung konkret auf die Milliarden-Forderung für den Rats-Sitz reagiert hat?


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