Stell dir vor…

…es ist Krieg, und jeder geht hin.

In Deutschland diskutiert man gerade, ob die Bundeswehr gut aufgestellt ist.

Spoiler: nicht so gut.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Stell dir vor…“

  1. Moin Marc,
    hab‘ mal wieder was anzumerken, wundert es Dich? Was ist denn eigentlich gut aufgestellt?
    Wenn man astronomische Kredite aufnimmt, um die Wirtschaft mit der Waffenindustrie ankurbelt, weil die Autoindustrie die Klimakrise verpennt hat? Ist das gut aufgestellt?
    Okay. Ging ja um Bundeswehr. Kennst ja meine Meinung dazu. Auf die Frage „Was würden Sie tun, wenn der Feind auf sie zielt und sie haben eine Waffe in der Hand, um Ihre Frau und das neugeborene Kind zu verteidigen… habe ich eine Antwort: „Schnell die Waffe wegwerfen – bevor er sieht, dass ich eine Waffe habe und uns alle erschießt!“

    Und eine Frage an Dich: Wann denkst Du sind die Chancen für Dich und Deine Familie zu überleben größer? Wenn Du eine Waffe in der Hand hast oder wenn Du wehrlos bist?

    Du glaubst doch. Aber glaubst Du wirklich, dass die Liebe stärker ist als der Hass?

    Ja, ich höre Dich… das ist alles unrealistisch. Das habe ich schon oft gehört. Aber ich glaube daran. Und ich lasse mir keine Angst machen!

    Gottes Segen sei mit Dir! Und eine Bitte noch: Hör mal hin, wenn Gott spricht zwischen all diesem Lärm um Kriegstauglichkeit und Waffensysteme.

    Herzlicher Gruß von Martin „Pettersson“ aus Pettersson‘s Schafstall

  2. Hallo Martin,
    danke für deinen Kommentar.

    Also das Bild in meinem Artikel war natürlich Satire. Es spielt mit dem Spruch, der genau andersrum geht: stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

    Die Satire bei meinem Spruch: was, wenn die Soldaten, die ein Land verteidigen sollen, dafür überhaupt nicht richtig geeignet sind?

    Die Bundeswehr garantiert seit 70 Jahren den Frieden in Deutschland. Denn realpolitisch ist es so, dass man zwar seine Waffen wegwerfen und weglaufen kann, das aber nicht unbedingt allzu viel bringt.
    Bestenfalls wird man dann zum Flüchtling und wir wissen alle, wie Länder mit Flüchtlingen umgehen. Selbst in Deutschland sind sie nur so lala gerne gesehen. Viele werden ja derzeit abgeschoben. Und ich kenne alte Menschen, die davon erzählt haben, wie sie vertrieben worden sind und zu Flüchtlingen wurden. Keine schönen Geschichten.

    In Bezug auf den russischen Angriffskrieg haben wir mehrfach gesehen, dass Menschen, die nicht einmal bewaffnet waren, einfach so von den Russen erschossen wurden.
    Zusätzlich wurden noch deren Frauen vergewaltigt und Kinder verschleppt.

    Deswegen ist realpolitisch auf Staatsebene eine funktionierende Verteidigung wichtig und unerlässlich.

    Jesu Bergpredigt war und ist keine Staatslehre. Mit der Bergpredigt kann man keinen Staat leiten.
    Sie ist aber eine ethische Messlatte für jeden im persönlichen Bereich.

    Wenn du in meinem oben beschriebenen Fall lieber die Flucht ergreifst, ist das eine individuelle Entscheidung. Und auch ich müsste mir wahrscheinlich überlegen, wie ich reagieren würde. Ich kann das heute aus der Theorie heraus nicht sagen.

    Es kommt nämlich sicher auch darauf an, ob man Überlebenschancen hätte, wenn man bleibt, und das hängt davon ab, wie gut ein Land sich verteidigen kann, und das hängt wiederum davon ab, wie sehr es vorher heruntergewirtschaftet oder herunter gespart wurde in Bezug auf die Verteidigung und ob es in einem Verteidigungsbündnis ist, welches im Ernstfall auch tatsächlich hilft.

    Aber flüchten kann genauso daneben gehen. Haben wir auch beim russischen Angriffskrieg gesehen. Die Russen hatten auch keinerlei Probleme, immer wieder auf Flüchtlingskonvois zu schießen. Das haben sie zur Genüge demonstriert.

    Und ja, mit Gott bin ich übrigens durchaus im Gespräch. Meines Wissens steht er auch für Gerechtigkeit, ein Angriffskrieg hingegen nicht. Und meines Wissens sind immer wieder Propheten im Laufe der Geschichte aufgetreten, die soziale Missstände und Missstände in Bezug auf die Gerechtigkeit öffentlich angeprangert haben. Das spricht gegen die These, dass man das Unrecht einfach hinnehmen und erleiden soll. Denn die Propheten haben sich als von Gott dazu berufen erlebt.

  3. Lieber Marc,

    genau dieses Mantra glaube ich nicht: das weniger Leute sterben, wenn man genug Waffen und Soldaten hat.

    Ich weiß auch nicht wie ich reagiere, wenn Krieg ausbricht und Soldaten marschieren und Panzer rollen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass weniger Leute sterben, wenn nicht (zurück-)geschossen wird.

    Und ich glaube auch nicht daran, dass ein Land „per se“ böse ist oder dass eine Rechtfertigung für das Töten gibt.

    Again: Let‘s agree to diagree.

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ein schönes Wochenende,
    Martin „Pettersson“

  4. „Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit – ein Wiedererwachen der Bestialität.“ ― Bertha von Suttner

    Ich glaube, hier tust du den Tieren Unrecht, liebe Bertha.

    Es sind nicht unsere besten Möglichkeiten, die kriegerische Auseinandersetzungen bei uns freisetzen. Die Intelligenz wird dafür genutzt, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Schaden zuzufügen – auf beiden Seiten des Grabens. 🌹

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