Jeder Fünfte

Nach den bisherigen Hochrechnungen der Bundestagswahl von heute muss man leider feststellen:

Jeder fünfte Bürger in Deutschland wählt eine Partei, die wegen Rechtsextremismus und dem Verdacht, die Verfassung aushebeln und beseitigen zu wollen, vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Die gute Nachricht im Umkehrschluss: 4 von 5 Personen tun das nicht, sondern orientieren sich an der Demokratie und dem Rechtsstaat.

Die übel schmeckende Pointe am Schluss: Elon Musk hat allen Ernstes jeden fünften Bürger unterstützt. Das sagt etwas über ihn und das System Donald Trump aus. Nichts Gutes.


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Kommentare

13 Kommentare zu „Jeder Fünfte“

  1. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Die 20,8 % der Wähler, die die AfD gewählt haben, können Sie nicht so einfach als Rechtsextreme verunglimpfen. Diese Bürger haben zuvor mehrheitlich brav Union oder SPD gewählt, sie wurden von diesen Parteien aber vertrieben und haben dann bei der AfD Asyl gefunden.
    Vergessen Sie bitte nicht, daß Frau Merkel die Mutter der AfD ist und die SPD ihre Amme!

  2. Oh ja, natürlich – die armen, verirrten Schäfchen, die einst brav CDU oder SPD gewählt haben und nun völlig schuldlos und unschuldig „Asyl“ bei der AfD suchen mussten. Als ob sie auf wundersame Weise gezwungen wurden, ihr Kreuz bei einer Partei zu setzen, die regelmäßig mit Rechtsextremisten kuschelt, Verbindungen zu Neonazis pflegt und verfassungsfeindliche Positionen vertritt.

    Und Frau Merkel als „Mutter der AfD“? Ein schönes Märchen! Tatsächlich hat die AfD ihre Ursprünge in wirtschaftsliberalen Kreisen und wurde erst durch den rechtsextremen Flügel um Höcke zu dem, was sie heute ist. Dass enttäuschte Wähler zur AfD abgewandert sind, liegt wohl eher daran, dass sie sich mit deren nationalistischer und fremdenfeindlicher Rhetorik identifizieren können – nicht, weil sie hilflose Opfer politischer Vernachlässigung sind.

    Aber klar, lassen Sie uns weiterhin so tun, als sei die AfD nur ein nettes Auffangbecken für missverstandene Bürger, anstatt eine Partei, die von Sicherheitsbehörden beobachtet wird, weil sie unsere Demokratie untergraben will. Ironie aus.

  3. Avatar von Agricola
    Agricola

    Wenn das Ergebnis der absehbaren Überprüfung standhält, kann ich damit leben.

    Der Kernauftrag der Wähler lautet nun, weg von dem grünen Unfug der letzten Jahre! Merz hat noch genau diese eine Chance, den Wählerauftrag zu erfüllen, ansonsten wird ihn die AfD, die ihm jetzt schon dicht auf den Fersen liegt, überholen. Der Wähler hat weise entschieden: Grüne raus aus der Regierung, FDP weg, SPD kastriert, Wagenknecht raus und Friedrich der Grüne zurechtgestutzt.

  4. Wenn jemand Deutschland mitgestalten will als Wähler, sollte er eine Partei wählen, die innerhalb der Verfassung agieren will. Dann kann er als Wähler auch etwas bewirken.

  5. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Wenn der Wähler immer wieder etwas anderes erhält, als er bestellt hat, wird er am Ende des Tages die AfD wählen.
    Sie können jetzt schon beobachten, wie Merz ein Wahlversprechen nach dem anderen abräumt, um von der SPD zum Kanzler gewählt zu werden. Wie schnell er sich dem Diktat der Sozialisten unterwirft, wird entscheiden, wann die AfD die Union in den Wahlumfragen überrunden wird.

  6. Die Wahlentscheidung der Bürger basiert auf vielen Faktoren, darunter wirtschaftliche Entwicklungen, gesellschaftliche Stimmungen und das Vertrauen in die handelnden Politiker. Die Behauptung, dass Enttäuschungen über etablierte Parteien zwangsläufig zur Wahl der AfD führen, verallgemeinert die politischen Dynamiken stark.

    Friedrich Merz agiert als Oppositionsführer in einem politischen System, das auf Kompromissen basiert. Falls es zu einer Zusammenarbeit mit anderen Parteien kommt, ist das nicht zwangsläufig eine „Unterwerfung“, sondern Teil der demokratischen Aushandlungsprozesse. Politische Bewegungen und Regierungsbildungen sind oft komplexer als eine einfache Umsetzung von Wahlversprechen, da auch Mehrheiten und veränderte Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.

    Die AfD profitiert von Unzufriedenheit, aber ihre Politik wird nicht zwangsläufig als Lösung für bestehende Probleme angesehen. Vielmehr bleibt sie für viele Wähler eine Protestoption, deren langfristige Regierungsfähigkeit sehr fraglich ist.

  7. Avatar von Agricola
    Agricola

    Die ersten Wähler haben verstanden. Von nun an geht’s bergab …

  8. Na ja, auch eine afd müsste reale Probleme lösen und Kompromisse eingehen. Das ist das Wesen einer Demokratie.

  9. Und hätten die Wähler der Union mehr Stimmen gegeben, wäre die Verhandlungsposition der Union nun auch besser.
    Da braucht man jetzt als Wähler nicht auf die Tränendrüse zu drücken.

  10. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Dieses Narrativ ist einfach nur falsch. Der Preis, den die SPD fordert, ist unabhängig davon, ob Merz eine einzige oder hundert Stimmen an der absoluten Mehrheit fehlen. Da er sich an die Brandmauer gekettet hat, muß er diese eine oder diese hundert Stimmen zu dem Preis von der SPD kaufen, den die SPD verlangt.
    Und die SPD weiß, daß es ohne sie nicht geht. Warum sollte sie ihm einen Rabatt gewähren?

  11. Das Argument hat natürlich einige Berichtigung. Andererseits ist die SPD am Ende, wenn man sich auf sie nicht mehr verlassen kann. In dem Sinne, dass sie eine Regierung herstellen kann. Das wäre das Aus für die SPD. Deswegen kann sie nicht völlig überziehen.

  12. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Demokraten verzweifeln an der Demokratie, wenn Parteien alles zur Verhandlungsmasse erklären, abgesehen vom eigenen Fortkommen. Der Friedrich Merz des Frühlings 2025 ist ein Verfahrenstechniker der Macht.

  13. Ich verlinke nicht auf nius, da die Seite als rechtspopulistisch und tendenziös gilt. Sie verbreitet fragwürdige Narrative und verzerrt Fakten, was eine seriöse und sachliche Auseinandersetzung mit Themen erschwert.

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