Europas riesiges Problem

Nach der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 sieht Europas Problem aus wie folgt:

China, eine Autokratie

Russland, eine extrem aggressive Autokratie

USA, unter Trump demnächst vielleicht auch eine Autokratie, die Europa sicherheitspolitisch nicht mehr unterstützt und sich vielleicht dezent aus der NATO zurückzieht.

Die deutsche AFD, eine in Teilen rechtsradikale Partei. Sie wird unterstützt von der Trump Regierung. Große Teile der AFD möchten eine Autokratie errichten.

Und nun noch ein bisschen weiter:

Donald Trump will mit Diktator Putin über die Ukraine verhandeln. Ohne die Ukraine. Ohne die Europäer.

Ein potenzieller Autokrat verhandelt also mit einem extrem aggressiven Autokraten.

Und sollte Diktator Putin das Gefühl haben oder bekommen, dass Donald Trump die USA klammheimlich aus der NATO herausgeführt hat, und sollten die Europäer es nicht schaffen, die Ukraine vor Russland zu verteidigen, dann gute Nacht.

Zuerst einmal gute Nacht für die Ukraine. Die Europäer reden und reden und schaffen keine Verteidigung. Weil sie glaubten, die USA würden es schon richten. Aber die USA unter Trump haben sich gerade aus der Verteidigung Europas verabschiedet, wenn ich das richtig deute.

Wenn die Europäer die Ukraine also nicht so stark unterstützen, dass die Ukraine vor Russland bestehen kann, wonach es aktuell leider aussieht, könnte Russland die gesamte Ukraine überrennen und einnehmen.

Gestärkt dadurch und im Siegestaumel ist es sehr wahrscheinlich, dass Russland dann auch Länder der EU angreifen wird. Denn der aggressive Imperialismus ist seit Jahrhunderten das Wesen Russlands.

Die EU-Länder ihrerseits reden und reden zwar, haben militärisch aber nicht viel zu bieten, weil sie den Weckruf der Zeit immer noch nicht gehört haben.

Ein großer Krieg in Europa ist leider wahrscheinlich.


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Kommentare

17 Kommentare zu „Europas riesiges Problem“

  1. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    In Deutschland darf jeder den Landesvorsitzenden einer Oppositionspartei als Nazi bezeichnen. Die Gerichte erlauben das. Wenn dagegen jemand einen Minister, den er für unfähig hält, als Schwachkopf bezeichnet, mußt er damit rechnen, von der Staatsanwaltschaft aus dem Bett geholt zu werden. Wie kann ein Deutscher da die USA als autokratiegefährdet bezeichnen?
    Diese Arroganz gegenüber den USA sollten wir Europäer uns wirklich sparen. Demokratiedefizite herrschen in Europa und nicht in den USA, wie J.D. Vance in seiner Rede beeindruckend aufgewiesen hat.

  2. Donald Trump regiert seit über drei Wochen ausschließlich mit Dekreten. Damit umgeht er den Kongress. Er hebelt elso den Rechtsstaat aus.

  3. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Sie können Trump nicht vorwerfen, daß er von seinen administrativen Möglichkeiten Gebrauch macht. Das ist normales Regierungsgeschäft. Sie können das gut finden oder nicht, aber so ist das Geschäft. Wenn Frau Bärbock massenweise Visa für Afghanen ausstellen läßt, umgeht sie auch das Parlament. Oder wenn die amtierende Regierung in Brüssel Verordnungen durchwinkt, denen der Bundestag dann zustimmen muß, ob er will oder nicht.
    Da lassen Sie die Kirche ruhig mal im Dorf!

  4. Es ist richtig, dass Präsidenten durch Dekrete regieren können – das ist Teil des normalen Regierungsgeschäfts. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen der legitimen Nutzung von Exekutivbefugnissen und dem bewussten Umgehen der Gewaltenteilung.

    Donald Trump hat mehrfach Dekrete erlassen, die in direktem Widerspruch zu bestehenden Gesetzen oder gerichtlichen Anordnungen standen, was zu zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen führte. Mehrere seiner Maßnahmen wurden von Gerichten für rechtswidrig erklärt. 

    Der Vergleich mit Annalena Baerbock oder der EU hinkt: Visa-Erteilungen fallen in die Zuständigkeit des Außenministeriums und sind Teil administrativer Entscheidungen im Rahmen bestehender Gesetze. Ebenso ist das EU-Rechtssystem mit seinen demokratischen Entscheidungsmechanismen nicht mit der einseitigen Machtanmaßung durch Exekutivdekrete gleichzusetzen.

    Es geht also nicht darum, ob ein Präsident Dekrete erlässt – das tun alle. Die Frage ist vielmehr, ob er damit demokratische Institutionen untergräbt und sich über geltendes Recht hinwegsetzt. In Trumps Fall gibt es dafür zahlreiche Belege.

  5. Avatar von Julia Wiesenbecker
    Julia Wiesenbecker

    Ich würde mich da auch nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Aktuell verbreitet sich diese CBS-Reportage wie ein Lauffeuer (ohne Brandmauer) um die Welt. Da sieht Deutschland ziemlich alt aus.

  6. Der Link lässt sich nicht öffnen

  7. Avatar von Julia Wiesenbecker
    Julia Wiesenbecker

    Dann versuche ich es [gelöscht, siehe Erklärung im folgenden Kommentar] hier noch einmal.

  8. Das Video ist unsinn. Es geht nicht um eine rassistische Karikatur. Lesen Sie sich die Richtigstellung bei der Info zum Video durch: (Ich lösche deshalb Ihren Link wieder):

    Die Polizei durchsuchte diese Wohnungen nicht wegen der „Veröffentlichung einer rassistischen Karikatur“ – die Polizei ermittelte wegen der Straftaten der Beleidigung und Anstiftung zum Hass, hauptsächlich aufgrund antisemitischer Online-Kommentare.

    https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html
    https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/antisemitismus-hasskommentare-bremen-niedersachsen-100.html

  9. Avatar von Julia Wiesenbecker
    Julia Wiesenbecker

    J.D. Vance [Kommentare gelöscht, Erläuterung siehe folgenden Kommentar] sieht das offensichtlich anders als Sie. Er fühlt sich jedenfalls an Orwell erinnert.

  10. Das mag er anders sehen, es entspricht aber nicht der Faktenlage.

  11. @theolounge Das ist leider genau richtig. Ich habe nur die (schwache) Hoffnung, dass #Europa jetzt endlich die Zeichen der Zeit erkennt, sich noch viel enger zusammenschließt (insbesondere auch mit einer gemeinsamen Armee) und mit der deutlich überlegenen Wirtschaftskraft dem russischen Kriegsverbrecher Paroli bietet.

  12. Avatar von Klaus K.
    Klaus K.

    Gelöschte Links machen neugierig. Offenbar handelt der Bericht nicht über antisemitische Kommentare, sondern über Aktionen im Zusammenhang mit dem „11. Aktionstag gegen Verfasserinnen und Verfasser von strafbaren Haßpostings im Internet“, den das Bundeskriminalamt am 12. November 2024 durchführte, wobei der Begriff Haß sehr weit gefaßt war und in der Regel nur eine nichtzertifizierte Meinung bezeichnete. Nius berichtet darüber ausführlich.
    Angesichts des außenpolitischen Schadens, den diese Aktion und der CBS-Bericht darüber angerichtet haben, wird man auch in den Mainstreammedien bald davon erfahren.

  13. Avatar von Julia Wiesenbecker
    Julia Wiesenbecker

    Wolfgang Kubicki sieht das ebenfalls anders.

  14. Avatar von Julia Wiesenbecker
    Julia Wiesenbecker

    Der Bericht macht die Runde:
    Die Tagespost, kath.net, Bild und Nius berichten bereits. Weitere Medien werden folgen.
    L.G. Julchen

  15. Aber selbst in der BILD wird das ganze in den Zusammenhang gesetzt, dass es nämlich um Hasskriminalität geht, die deutschen Gesetzen widerspricht.

  16. Selbst die ZEIT hat es mittlerweile thematisiert.

    https://www.zeit.de/politik/2025-02/demokratie-europa-usa-verfall-donald-trump

  17. @klaus ist mittlerweile in den Medien gelandet.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen