
Fitness ist das neue Statussymbol. In unserer ach so modernen und körperbewussten Zeit, in der jeder mit seinem Schrittzähler angibt und die neuesten Diättrends in den sozialen Medien kursieren, hört man immer wieder: „Ich bin fit wie ein Turnschuh.“ Doch dieser Vergleich wirft Fragen auf.
Ein Turnschuh, so durchdacht und modern er auch sein mag, hat weder Puls noch Blutdruck. Er hat keine Muskeln, die trainiert oder erschlafft werden könnten. Er benötigt weder Kohlenhydrate noch Proteine, um seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Ein Turnschuh ist ein statisches Objekt, entworfen, um Menschen bei ihrer Fitness zu unterstützen, nicht um selbst fit zu sein.
Vielleicht sind die Menschen, die diesen Vergleich verwenden, lediglich Opfer der Werbung. Schließlich suggerieren uns die Marketingkampagnen, dass der richtige Schuh uns zu Höchstleistungen treibt. Doch ein Turnschuh bleibt eben ein Turnschuh – er läuft nicht von alleine, springt nicht höher und hebt keine Gewichte.
So bleibt uns nur zu sagen: Vielleicht sollten wir den Vergleich überdenken. Denn letztlich kommt es doch auf den Menschen an, der den Turnschuh trägt. Und der kann, unabhängig vom Schuhwerk, niemals fit wie ein Turnschuh, dafür aber fit wie ein Marathonläufer sein.



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