
In einem Artikel von Forbes geht es um drei zivile Frachtschiffe – eines aus Israel, eines aus Griechenland und eines mit türkisch-georgischer Registrierung – die am Sonntag die russische Blockade im Schwarzen Meer durchbrachen und in einem der ukrainischen Getreidehäfen am Donaudelta ankerten. Dies geschah 22 Tage nachdem Moskau ein Abkommen mit Kiew gekündigt hatte, das der Ukraine einen sicheren Export von Millionen Tonnen Getreide ermöglicht hatte, und dann den Seeverkehr zu ukrainischen Häfen stoppen wollte.
Die NATO überwachte die Schiffe sorgfältig, während sie in Richtung Izmail, einem kleinen ukrainischen Hafen gegenüber von Rumänien am Donaufluss, segelten. Die Schiffe werden voraussichtlich Getreide in Izmail laden und dann zurück ins Schwarze Meer und weiter zu ausländischen Häfen segeln.
Die russische Marine, deren Schwarzmeerflotte durch ukrainische Raketen mehrere Schiffe verloren hat und seit 17 Monaten im Schwarzen Meer feststeckt, signalisierte, dass sie Schiffe, die in die Ukraine fahren, stoppen oder sogar angreifen würde. Trotzdem griffen weder die Sergey Kotov noch irgendein anderes russisches Schiff ein, als die drei zivilen Schiffe nicht nach Odesa, sondern nach Izmail fuhren.
Die erfolgreiche Durchbrechung der Blockade könnte ein Signal an internationale Reedereien sein, dass es relativ sicher ist, den Betrieb von ukrainischen Häfen wieder aufzunehmen.
Aus ethischer Sicht ist es bedenklich, dass zivile Frachtschiffe in einem solchen Konflikt eine Rolle spielen und potenziell gefährdet sind. Es ist jedoch auch zu beachten, dass diese Schiffe eine wichtige Rolle für die Versorgung der Ukraine spielen, insbesondere in Bezug auf den Getreideexport, der eine wichtige Einnahmequelle für das Land ist.
Strategisch gesehen zeigt dieses Ereignis, dass die russische Marine möglicherweise nicht in der Lage oder nicht bereit ist, ihre Drohungen durchzusetzen. Dies könnte die Position der Ukraine stärken und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit Russlands untergraben. Es zeigt auch die Bedeutung der NATO-Überwachung, die dazu beiträgt, die Sicherheit dieser Schiffe zu gewährleisten.



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