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Herr Lauterbachs lange Lockdowns und ein mögliches Problem aus China

Zu Beginn der Pandemie war in Deutschland Jens Spahn Gesundheitsminister. Er tat, was er konnte. Dann kam Karl Lauterbach und wurde Gesundheitsminister, er tat, was er konnte, und er konnte viel. Er war immer medizinisch sehr gut informiert und auf dem aktuellsten Stand.

Er gehörte allerdings zum Team Vorsicht und war in der Regel der Meinung, einen Lockdown bzw Shutdown lieber noch etwas länger zu machen, die Maske lieber noch etwas länger zu tragen, insgesamt lieber etwas länger vorsichtig zu sein, um das Virus auch wirklich auszubremsen.

Darum versteht man aktuell kaum oder gar nicht, warum Deutschland immer noch Menschen aus China einreisen lässt, ohne dass diese einen Corona-Test gemacht haben müssen, der dann auch negativ ausgefallen sein muss. Umgekehrt dürfte es doch so sein, dass man nach China nach wie vor nur einreisen kann unter besonderen Corona-Auflagen.

Weil China lange seine Null-COVID-Strategie verfolgt hatte, die aber nicht aufgegangen ist, und weil deswegen in China sehr viele Menschen nur rudimentären oder gar keinen Impfschutz gegen das Coronavirus haben, und weil China seine bisherige Strategie nun offensichtlich aufgegeben hat, was bedeutet, dass etwa 250 Millionen Menschen in China nun innerhalb kürzester Zeit auch mehr oder weniger ungeschützt mit dem Virus in Kontakt kommen oder bereits gekommen sind, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass das Virus dort neue Mutationen ausbilden kann, die Menschen, die aus China nach Deutschland oder in die EU reisen, natürlich auch mitbringen können.

Mehrere Länder wie beispielsweise die USA, Italien, Spanien und Frankreich verlangen deswegen von Menschen, die aus China einreisen, vorab eine negativen Corona-Test. Deutschland bislang nicht.

Gesundheitsminister Lauterbach will sich bislang auf ein Screening verlegen, das vermutlich so aussieht, dass an den Flughäfen in Deutschland Corona-Tests gemacht werden. Anhand dieser Tests könnte man dann überprüfen, ob jemand, der dort positiv getestet wurde, vielleicht von einer neuen Virusvariante angesteckt wurde. Allerdings wäre diese Person dann bereits in Deutschland und eine Analyse der Virusvarianten würde ohnehin sicherlich Stunden bis Tage in Anspruch nehmen, er hätte im Flugzeug womöglich weitere Menschen angesteckt und zudem ist die Frage, wie man mit so jemandem umgehen sollte. Müsste er sofort wieder nach Hause fliegen? Oder in Quarantäne, mehr oder weniger eigenverantwortlich?

Es wirkt also erstmal wie ein guter Plan, so zu agieren, wie die oben genannten Länder. Allerdings, und das ist möglicherweise auch das, was Herr Lauterbach im Hinterkopf hat, ist es so, dass das Virus, sobald es einmal in Deutschland gelandet ist, sich eben doch verteilen kann. Die Pandemie hatte in Deutschland mit einer Handvoll Menschen angefangen, aber aufhalten ließ sie sich nicht.

Vielleicht ist also dies der Gedanke. Das Virus kann man letztlich nicht aufhalten und die Corona-Tests der genannten Länder verlangsamen die Ausbreitung des Virus womöglich etwas, stoppen können sie sie aber wohl trotzdem nicht.

Andererseits, jetzt, wo es Masken gibt, die einen gut vor dem Virus schützen, wäre eine Verlangsamung der Ausbreitung wohl trotzdem eine gute Idee.

Also man versteht gerade, auch, wenn man wohlwollend überlegt, nicht ganz, was in Herrn Lauterbachs Kopf vorgeht. Möglicherweise greifen die westlichen Impfstoffe gut, möglicherweise greifen sie aber bei neuen Virusvarianten auch nicht mehr so gut. Insofern wäre eine mögliche Verlangsamung einer potentiellen Ausbreitung einer neuen Variante doch sicher eine verantwortungsvolle Idee. Worauf also noch warten?

1 Kommentar

  1. Lola

    Wenn heute noch jemand in der Öffentlichkeit mit einem Mundlappen rumläuft, ist das eine Anfangsindikation für eine psychische Störung.

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