Die Kernaufgabe des Deutschen Ethikrates ist es, gesellschaftliche Situationen zu analysieren und zu hinterfragen und ethische Problemstellungen diesbezüglich zu benennen, zu kommunizieren und Lösungswege zu formulieren.
Wenn er das nicht macht oder nicht kann, ist er eigentlich obsolet.
Deswegen wirkt es wie eine schale Ausrede, wenn der Ethikrat nun folgendes – auch von sich selbst – zwar eingesteht, aber damit verdeutlicht, dass er sein Kerngeschäft womöglich nicht adäquat hat wahrnehmen können:
Die Vorsitzende Alena Buyx sagte im Deutschlandfunk, dass die Belange der jüngeren Generation in den vergangenen zweieinhalb Jahren der Pandemie, aber auch schon vorher, nicht genügend gesehen wurden. „Und da schließen wir uns als Ethikrat mit ein“, sagte sie. Durch die lange Zeit der Pandemie habe sich eine besondere Verletzlichkeit bei den jüngeren Generationen aufgebaut hat [sic!], die nicht was mit den medizinischen Risiken durch dieses Virus zu tun hatte.
Quelle Deutschlandfunk
Wenn Empfehlungen des Ethikrates nicht über das hinaus blicken können, was sich viele Bürgerinnen und Bürger ohnehin denken, wozu dann den Ethikrat? In dieser Hinsicht müsste er unbedingt nachbessern. Da ist noch ganz schön Luft nach oben.



Kommentar verfassen