Gottes Liebe

Gottes Liebe ist aus christlichem Verständnis stärker als der Tod, hat doch Gott Jesus nicht im Tod belassen, sondern aufgrund seiner Liebe ins Leben zurückgeholt.

Christen glauben, dass sie ebenfalls in derselben Weise in diese Liebe Gottes mit einbezogen sind.

7 Gedanken zu “Gottes Liebe

  1. Fisch: „Gottes Liebe ist … stärker als der Tod“

    Wie sonst könnte dein Körper jetzt atmen?
    Sie ist schon da, bevor irgend ein Mensch geatmet hat.

    Was Christen glauben, spielt keine große Rolle.
    Sie glauben auch an die Feindschaft und an den Tod.

    🌻

    Fisch: „hat doch Gott Jesus nicht im Tod belassen, sondern aufgrund seiner Liebe ins Leben zurückgeholt“

    Anders ist es gar nicht möglich. Jeder (!) Mensch ist dieser Liebe näher als der eigene Herzschlag – ob er sich ihrer bewußt ist oder nicht.

    King Charles ist ein gewöhnlicher Mensch, auch dann, wenn du Besonderes auf ihn projizierst.

    Jesus war ein außergewöhnlich gewöhnlicher Mensch.

    🌻

    Fisch: „Christen glauben, dass sie ebenfalls in derselben Weise in diese Liebe Gottes mit einbezogen sind“

    Du zählst dich zu ihnen wohl nicht dazu?

    Sie sind ziemlich naiv. Sie glauben, daß sie in Bezug auf die göttliche Liebe bevorzugt sind, daß die „Heiden“ oder anders Glaubenden den schwarzen Peter gezogen haben, daß diese Liebe nur auf ihrer Seite des Kriegsgrabens wirkt.

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    1. Der Theologe Michael von der Brück beispielsweise geht von einer Allversöhnung aus, wonach man gar nicht aus Gott heraus fallen kann, unabhängig von seinem guten oder schlechten Taten. Er sieht Gott als die unbedingte Liebe an und aus einer solchen kann man eben nicht herausfallen, denn sonst wäre diese Liebe nicht unbedingt.
      Andererseits gibt es hier aus menschlicher Vorstellung natürlich schon eine Gerechtigkeitslücke. Menschen, die schlimmste Dinge getan haben, kehren einfach so ins Göttliche zurück, als sei nichts passiert? Ein problematischer Gedanke.

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      1. Fisch: „…wonach man gar nicht aus Gott heraus fallen kann, unabhängig von seinem guten oder schlechten Taten“

        So ist es.

        Bestimmt hast du schon mal den Satz des
        Friedrich Nietzsche gehört, in dem er sagt:

        „Wir können in keinen Abgrund fallen,
        ― außer in den der Hände Gottes.“

        Der Satz ist nicht deshalb bedeutsam, weile er von
        Friedrich Nietzsche stammt, sondern weil er wahr ist.

        Via Geburt kommen wir aus diesem
        „Abgrund“ und fallen in den selben.

        Und das „wir“ bezieht sich nicht auf einige Menschen, die
        „Guten“ oder die „Christen“, sondern auf alle (!) Menschen.

        Der von dir genannte Michael hat Recht: Es ist gar
        nicht möglich, aus dem Göttlichen herauszufallen.

        Das bedeutet aber nicht, daß wir
        machen können, was wir wollen!

        Was wir säen, werden wir ernten.

        Im Christentum spricht man in diesem Zusammenhang vom
        „Jüngsten Gericht“, in anderen Gegenden nennt man es „Karma“.

        Wenn wir uns in Gedanken, Worten und Taten jenseits der Liebe
        bewegen, fliegt es uns ― früher oder später ― um die Ohren.

        Manchmal erst in einem folgenden Leben
        oder in ganz anderen Zusammenhängen.

        🌼

        Fisch: „Er sieht Gott als die unbedingte Liebe an“

        Nur ist die nichts Abgehobenes ― Jesus ruft uns auf, genau ihr* zu
        folgen. Das heißt: Wir alle sind imstande, bedingungslos (!) zu lieben.

        *) Du findest die Textstelle sicher schneller als ich.

        🌼

        Fisch: „Andererseits gibt es hier aus menschlicher Vorstellung natürlich schon eine Gerechtigkeitslücke“

        …eben weil wir die Gesamtzusammenhänge nicht (mehr) erinnern.

        Die vermeintliche „Ungerechtigkeit“ hat
        ihre Ursache und sorgt für den Ausgleich.

        🌼

        Fisch: „Menschen, die schlimmste Dinge getan haben, kehren einfach so ins Göttliche zurück, als sei nichts passiert? Ein problematischer Gedanke“

        Jesus sagt am Kreuz zu seinem Nachbarn, einem Verbrecher:
        „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!“

        So ist es nun mal. Die Letzten werden die Ersten sein.

        Für den Menschen-Verstand, der sich der Logik
        und den Konzepten bedient, ist das ein Unding.

        Liebe (bedingungslos) ist die höhere Logik.

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      2. Aber wenn du von einem späteren Leben sprichst, in dem dann Gerechtigkeit hergestellt wird, passt das auch nicht zu dem Konzept der unbedingten Liebe.

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      3. Fisch: „Aber wenn du von einem späteren Leben sprichst, in dem dann Gerechtigkeit hergestellt wird, passt das auch nicht zu dem Konzept der unbedingten Liebe.“

        Wenn du die unbedingte Liebe ein
        Konzept nennst, kennst du sie nicht.

        Du löst das „Problem“, indem du dich
        in die erwartungslose Liebe einstimmst,
        sie also von niemand anderem erwartest.

        Kleine Dinge können wir mit dem
        Verstand angehen, größere nicht.

        Wir können lieben ― doch unser Verstand hat
        nicht die Kapazität, Liebe erfassen zu können.

        🍂

        Wenn ein Kind mit dem Kopf gegen die Wand
        rennt: Seine Mutter wird es dennoch weiter lieben.
        Aber die Konsequenzen, Kopfschmerzen, offene
        Wunde usw… muß das Kind selber aushalten.

        Es ist also nicht ein ferner Gott, der uns „bestraft“,
        sondern wir sind es selber, die das tun.

        Manchmal geschieht es sofort (wie bei dem Kind)
        manchmal auch erst später, während wir uns nicht
        an die Ursache erinnern können und uns beklagen,
        daß die Welt so ungerecht gegen uns ist.

        Der Mensch will sich in allem erleben, im Überfluss
        und in der Armut, im Krieg und im Frieden, in der
        Liebe und im Hass, mal wohlwollend, mal arglistig,
        mal als Täter, mal als Opfer.

        🍂

        In dieser Frequenz, in diesem Leben hier
        auf der Erde gibt es keine Gerechtigkeit.

        • Balance
        • Gleichheit
        • Gerechtigkeit

        …sind nicht identisch.

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  2. @Chris Ich glaube schon, dass wir Menschen nach unserem Leben bei Gott sind und unsere Existenz weitergeht.

    Unabhängig davon sollte man natürlich versuchen, unsere Welt lebenswerter zu gestalten und schon im Hier und Jetzt leben.

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