Damit etwas existieren kann, braucht es aus christlicher Sicht erst einmal Gott, dann aus christlicher und naturwissenschaftlicher Sicht den Urknall und die Evolution.
Aber was braucht es im Generellen?
Es braucht vermutlich zwei Sachen.
– Unterschiede
– einen Willen
Unterschiede braucht es deswegen, weil Dinge nur existieren können in Abgrenzung zu anderen Dingen. Wenn alles weiß wäre, könnte man keine Konturen erkennen, gar nichts. Es braucht also Unterschiede zwischen Dingen und Ansichten und Menschen, zwischen allem, was existiert. Ohne Unterschiede würde nichts existieren.
Und wie ist das mit dem Willen? Um ein Bewusstsein entwickeln zu können, braucht es vermutlich einen Willen. Aber auch, um einfach nur auf niedrigem Level zu existieren, beispielsweise wie eine Pflanze, braucht es eine Art von Willen.
Bei einer Pflanze kann man wahrscheinlich nicht von Willen sprechen, aber würde man diesen Begriff einmal auf eine Pflanze anwenden, könnte ihr Wille darin bestehen, zu wachsen, zu überleben, Photosynthese zu betreiben und so weiter.
Der Wille bei Menschen kann sein, dass man mit den einen Menschen etwas zu tun haben will, mit den anderen nicht, dass man die einen Dinge mag, die anderen nicht, dass man dies und jenes tun will, das andere nicht. Ähnlich auch der Wille bei Tieren.
Der Wille ist vermutlich etwas, was rudimentär bereits vorgegeben sein muss, damit ein Lebewesen überhaupt in Existenz treten kann, zumindest im Sinne von Bewusstsein. Wenn einem alles egal ist, wenn man keine Idee hat, das eine oder andere zu wollen oder das andere oder eine nicht, dürfte sich vermutlich auch kein Bewusstsein entwickeln. Man wäre dann eine Art Baum, der irgendwo herumsteht und dem die meisten Dinge egal sind.



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