Wo bleibt eigentlich die Zeit, die wir gewinnen?

Früher musste man viel unterwegs sein, um Dinge zu besorgen. Heute reichen ein paar Klicks beim Onlinehändler und morgen ist die Ware da.

Man braucht Akkus fürs Telefon? Klick. Morgen da. Locker eine halbe Stunde gespart.

Eine Pumpe für den Garten? Mit Gartenschlauch? Und Anschlussklemmen? Früher musste man dazu durch Baumärkte laufen und unfreundliche und bisweilen uninformierte Mitarbeiter bitten, einem zu verraten, wo in den gigantischen Hallen man die gewünschten Produkte finden kann. Mit Anfahrt waren das dann schnell zwei Stunden. Heute Klick, morgen da.

Eigentlich müsste man deshalb unglaublich viel Zeit haben heutzutage.

Die Erfahrung ist aber, dass man so viel Zeit irgendwie nicht gewinnt. Warum, unklar. Vielleicht verhängt man sich, nachdem man beim Onlinehändler geklickt hat, irgendwo im Internet, auf Onlinemedien und in den sozialen Netzwerken, und schwupps, ist die Zeit auch schon wieder weg.

Man ist dadurch nicht weniger gestresst, ganz im Gegenteil. Denn während man früher durch den Baumarkt flanierte und alle möglichen Dinge und Menschen gesehen hat, während man also einfach mal rausgekommen ist, hängt man heute vor dem Internet und jagt vermeintlich wichtigen Informationen hinterher. Die Zeit, die man gespart hat, vertrödelt man in Nebensächlichkeiten.

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