Manchmal hört man den Gedanken, dass hohe Inzidenzen in Deutschland angeblich nur daher kämen, dass nun mehr getestet werde. Aber stimmt das?
Man kann diese These relativ einfach widerlegen.
Schauen wir mal ein Jahr zurück, etwa in den April 2020. Damals gab es nur wenige Coronatests, sie waren gewissermaßen Mangelware, die Testkapazitäten waren also äußerst begrenzt. Wenn man sich aus dem Gedächtnis erinnert, wie hoch die Inzidenz damals in Deutschland war, dürfte man mit einem Wert von 150 in etwa richtig liegen.
Heute, Anfang Mai 2021, gibt es wesentlich mehr Coronatests und es wird getestet ohne Ende. Sagen wir der Einfachheit halber mal, im Gegensatz zu dem Mangel letzten Jahres habe sich die Anzahl der Tests mindestens verzehnfacht. Wahrscheinlich ist die Anzahl der Tests aber noch weit größer geworden.
Angenommen, es gab vor einem Jahr eine Inzidenz von 150, dann müsste sich der Behauptung nach, die manche Menschen machen, bei einer Verzehnfachung der Tests dementsprechend auch die Inzidenz verzehnfacht haben und müsste demnach bei 1500 liegen.
Und hier merkt man, dass diese scheinbare Logik nicht stimmen kann. Die 7-Tages-Inzidenz in Deutschland liegt heute nicht bei 1500, sondern bei 155.
Jenseits dieser relativ einfachen Überlegungen, die oben einmal erläutert wurden, kann man fundierter hier nachlesen, dass mehr Tests nicht automatisch höhere Inzidenzen bedeuten.



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