Der bislang größte Erfolg der Querdenker

Der bislang leider größte Erfolg der sogenannten Querdenker, von denen viele die Pandemie und das Coronavirus bestenfalls ignorieren, schlechtestenfalls aber leugnen, ist derzeit der Hashtag auf Twitter #allesdichtmachen.

Mit einer Protestaktion gleichen Namens protestieren mehr oder weniger bekannte Schauspieler*innen und/oder B-Promis in vermeintlich satirisch (tatsächlich aber zynisch) anmutenden Videos gegen die Coronapolitik der Bundesregierung. Rechtes bis rechtsextremes Gedankengut ist im Umfeld dieser Protestaktion offensichtlich ebenfalls in größerem Maße zu finden.

Ein paar der Akteure sind allerdings offenbar auch schon wieder ein Stück weit zurückgerudert, weil sie erkannt haben, dass diese Aktion auch die mittlerweile etwa 80.000 Menschen und ihre Angehörigen verhöhnt, die an oder mit Covid-19 bisher in Deutschland gestorben sind.

Die Aktion ist somit gewissermaßen eine Ausgeburt der Querdenker-Bewegung, die mehr oder weniger prominente Anhänger und Lautsprecher gefunden hat. Die Aktion ist aber auch ein Ausdruck von Unkenntnis, Verantwortungslosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber der Sache und all den beteiligten Menschen und der Pandemie.

Man kann nur hoffen, dass sich bald wieder Vernunft einstellt. Die Aktion erfährt aber mittlerweile auch einigen Gegenwind und Widerspruch, was auf ein richtiges Empfinden vieler Menschen hinweist.

Wer dieser Protestaktion widerspricht, fällt nämlich nicht auf den plumpen und mitunter menschenverachtenden Zynismus dieser Protestaktion herein, sondern weiß, dass es bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus‘ darum geht, Menschenleben zu retten und Schwache solidarisch zu schützen.

Ja, es ist nicht schön für Schauspieler, dass ihre Einnahmen weggebrochen sind. Verständlich, dass sie auf sich aufmerksam machen wollen. Aber in dieser Art und Weise?

Es ist nämlich noch weniger schön, wenn Menschen zu Tausenden an dem Virus sterben. Für die Verstorbenen ist es nicht schön, für deren Angehörigen nicht, und übrigens auch nicht für die Wirtschaft und für den Staat. Und wenn der Staat kollabiert, geht auch ohnehin niemand mehr in Theater und auf Konzerte. Nur so ein Gedanke an die Damen und Herren Schauspieler.

Zynismus schützt besagte Schauspieler*innen sicher vor der Meinung anderer, vor dem Virus aber schützt Zynismus nicht.

Genauer kann man das Ganze hier nachlesen.

Titelfoto ist ein Symbolbild.

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