Die CDU, die Gegenwart und die Zukunft

Im Herbst ist in Deutschland Bundestagswahl und das, was die beiden Landtagswahlen von gestern in Baden-WĂĽrttemberg und Rheinland-Pfalz abgebildet haben, dĂĽrfte in der CDU fĂĽr mittelgroĂźe Panik sorgen.

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ein blauhaariger Youtuber mit dem Namen Rezo ein Video gepostet mit dem provokanten Namen „die Zerstörung der CDU“. Es gab einen groĂźen Aufschrei, ein gewisser Herr Amthor aus der CDU wollte eine Gegendarstellung auf YouTube ins Netz geben, die aber gerade noch in letzter Sekunde gestoppt wurde, weil man nach genauerer Betrachtung schlieĂźlich in der CDU der Meinung war, dass das Niveau der beiden Youtuber doch unterschiedlich sei.

Gestern hat in beiden Bundesländern die CDU massive Stimmeneinbußen hinnehmen müssen. Dazu brauchte es gar keinen Rezo, sondern es genügten schon zwei CDU-Bundestagsabgeordnete, denen zur Last gelegt wird, sie hätten sich bei der Beschaffung von Corona-Masken massiv selbst bereichert über Provisionen, die von den entsprechenden Firmen an sie gezahlt worden seien. Zwar ist das alles noch nicht letztlich bewiesen, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass diese Vorwürfe der Realität entsprechen, besteht durchaus. Auch besagter Herr Amthor, der ritterlich gegen Rezo ins Feld ziehen wollte, fiel damals in der Folge suboptimal durch die Verknüpfung privater und geschäftlicher Interessen auf.

Aber nicht nur dies dürfte die Wählerinnen und Wähler zu ihrer Neuausrichtung bewogen haben. Auch das Pandemie-Management der Bundesregierung findet nicht jeder optimal, wenngleich die Bundesregierung aus CDU und SPD besteht, aber viele Wählerinnen und Wähler nehmen wohl hauptsächlich die CDU in der Regierung wahr. In Deutschland läuft es in Sachen Corona nicht so ganz rund. Zu wenig Impfstoff, der teilweise aber auf Halde liegt und nicht verimpft wird, der Skandal um die Corona-Masken, Schnelltests, die zur Verhinderung einer dritten Pandemiewelle dringend benötigt werden, die aber nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. All diese Probleme nicht etwa zu Beginn der Pandemie, sondern über ein Jahr nach ihrem Beginn.

Nun muss man gestehen, dass die Regierung nicht unbedingt für all diese Dinge verantwortlich zu machen ist, aber weil sie die Regierung ist, macht man sie wie selbstverständlich doch verantwortlich dafür.

Die CDU muss sich also warm anziehen, wenn sie auch weiterhin die letzte große Volkspartei in Deutschland bleiben möchte. Ein Selbstläufer scheint das nämlich nicht mehr zu sein.

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