Unsere Sprache und unsere Persönlichkeit

Formt die Sprache unsere Persönlichkeit, oder formt unsere Persönlichkeit die Sprache? Oder gibt es hier eine Rückkopplung in beide Richtungen?

Die Beantwortung dieser Frage ist wichtig, weil man in der deutschen Sprache durch das Gendern neuerdings versucht, nicht nur die männliche Form, die oft verwendet wird, sondern auch die weibliche Form zu betonen und mitzudenken.

Einen interessanten Artikel dazu können Sie hier lesen.

24 Gedanken zu “Unsere Sprache und unsere Persönlichkeit

  1. Fisch: „Wozu dann überhaupt Sprache?“

    Schon aufgefallen, daß du Fragen mit Gegenfragen
    beantwortest und keine (eigenen) Antworten gibst?

    Wozu denn Sprache…, wenn du nicht
    selbstdenkend kommunizieren willst?

    Die DENKFAULHEIT ist schon dem Immanuel Kant aufgestoßen:
    https://philosophischereplik.home.blog/2019/11/02/denkfaulheit/

    🌷

    Sprache hat nicht den Wert,
    den man ihr üblicherweise beimißt.

    ◾ Wort… ist Teil der Sprache.
    ◾ Sprache… ist ein Teil der Kommunikation.
    ◾ Kommunikation… ist ein Hilfskonstrukt für gutes Verstehen.

    VERSTEHEN ist der Wert, nicht das Reden.

    Wo man sich versteht,
    braucht nicht gesprochen zu werden.

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  2. Eine Schätzfrage:
    1 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist Bullshit?
    2 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist mittelmäßig?
    3 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist überflüssig?
    4 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist sinnvoll?
    5 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist notwendig?
    6 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist wahr?
    7 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist wertvoll?
    8 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist erhellend?
    9 – Wie viel % von dem, was gesprochen wird, ist weise?

    🌷

    Vielleicht hast du schon mal an einem Kranken- oder Sterbebett gesessen? Dann könntest du wissen, daß Sprache von geringer, untergeordneter Bedeutung ist.

    Die Stille hat die Kraft ― nicht das Schwätzen.
    Die Liebe bedient sich auch nicht der Sprache.

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  3. Fisch: „Wozu gibt es überhaupt andere Menschen, wenn man sich alles auch selbst denken kann?“

    Weil der Mensch seinen Wert schon aus sich
    selbst heraus hat, weil er göttlicher Natur ist.

    Während ein Werkzeug von untergeordneter Bedeutung
    ist und… SPRACHE ist (nur!) ein WERKZEUG. Nichts mehr.

    🌷

    Die Roboter werden von Anderen programmiert.
    Der Mensch ist kein Roboter, kein dummer Klon.

    Ein weiser Mann aus dem Bayern-Land hat mal gesagt:
    „Es ist schon alles gesagt ― nur noch nicht von allen.“

    Vor dem selber reden
    ist das selber denken.

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  4. ◾ Jeder ist mit der Möglichkeit zur WAHRNEHMUNG ausgestattet.
    ◾ Wir alle haben das Werkzeug DENK-APPARAT mitbekommen.
    ◾ Jeder von uns hat die Kompetenz für WEISHEIT.
    ◾ Alle sind wir zur LIEBE befähigt.

    Dies oder etwas davon nicht zu nutzen,
    grenzt an Beleidigung… des Göttlichen.

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    1. Es gibt genug Menschen, die Gedanken im Kopf haben, die ihnen nicht gut tun. Für diese Menschen ist Sprache der zentrale Punkt, um andere, gute Gedanken zu bekommen. Siehe beispielsweise kognitive Verhaltenstherapie. Oder auch einfach nur das Lesen und Erzählen von Märchen. Oder Erlebnissen.
      Zu glauben, jeder Mensch müsse nur in sich hinein gehen und käme dann automatisch bei der Weisheit und der göttlichen Erkenntnis heraus, funktioniert nicht.

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  5. Fisch: „Ich denke, die Sprache ist das zentrale Vehikel, mit dem man sich verständigen uns verstehen kann.“

    Du sagst: „Ich denke…“

    Mit dem Denken kommen wir nicht weit.
    Unsere Denk-Kapazität ist eng begrenzt.

    Und: Würden wir unser Leben wirklich vorrangig denkend leben,
    wir würden schon lange nicht mehr miteinander reden können…

    Schon das Fahrradfahren
    können wir nicht denkend erlernen.

    🌾

    Nein, die Sprache ist nicht das zentrale Verständigungs-Vehikel.

    Hier, in unserem konkreten Fall sind es Pixel, sind es
    Buchstaben und Wörter.., ist die Schrift das Medium.

    Bevor wir im „realen Leben“ Worte austauschen, haben wir schon längst sehr viel mehr Informationen ausgetauscht ― als uns möglicherweise lieb ist.

    Das ist aber nur den Wenigsten bewußt.

    Mit dem Schwatzen…
    halten wir uns innerlich auf Abstand.

    🌾

    Die Hauptfunktionen des Redens:
    1. Vermeidung von Stille mittels überflüssigem akustischen Füllstoffs
    2. Vermeidung von unmittelbarer Präsenz, von Gegenwärtigkeit
    3. Vermeidung von Nähe

    Der Informationsaustausch folgt erst an vierter Stelle.

    Fünftens: Nein, „Verstehen“ hat nichts mit mit dem Verstand zu tun.
    Die Verbal-Sprache ist ein Tool des Verstandes. Im Gegenteil:

    Der Verstand hat das Urheberrecht auf jedes MISSverständnis.

    Das Verstehen erfolgt über Stille, über
    Loslassen, über Offenheit, Vertrauen…

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  6. Fisch: „Selber denken und gleichzeitig zu schauen, was andere denken, schließt sich ja nicht aus.“

    Solange ich den Sonnenaufgang selber betrachten
    und erleben kann, warum sollte ich nachschlagen
    wollen…, was jemand anderes dazu zu sagen hat?

    Warum nicht der eigenen WAHRnehmung trauen?
    Sie ist (allen!) gottgegeben, also… selber hinsehen.

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  7. Fisch: „Zu glauben, jeder Mensch müsse nur in sich hinein gehen und käme dann automatisch bei der Weisheit und der göttlichen Erkenntnis heraus, funktioniert nicht.“

    Du sagst: „…jeder Mensch“

    Ich spreche hier nicht mit „jedem Menschen“, sondern
    NUR mit Verfasser des Eingangs-Textes, also mit DIR.

    🌿

    Fisch: „…funktioniert nicht.“

    Es funktioniert bei dir nur so lange nicht,
    wie du GLAUBST, daß es nicht funktioniert.

    Schließlich bist du keine Ausnahme!

    Welches Interesse sollte Gott reiten, exklusiv
    dir… den Zugang zur Weisheit zu versperren?

    Ich erinnere hier an die Worte des Jakobus:

    „Wenn es jemandem unter euch
    an Weisheit mangelt,
    so bitte er Gott,
    der jedermann gern gibt
    und niemanden schilt,
    so wird sie ihm gegeben werden.“

    ~ Jakobus 1,5

    🌿

    Der Fisch: „…und käme dann automatisch bei der Weisheit … heraus“

    Nicht „automatisch“, das ist richtig.
    Du mußt schon offen dafür sein.
    Jakobus spricht von: „darum bitten“.

    Aber dann… geschieht es unausweichlich.

    Gut…, du kommst nicht „bei der Weisheit heraus“, wie du es formulierst, denn sie ist keine Person und auch kein Ort, eher eine spezielle Schwingung.

    Aber das ist nebensächlich: Es „funktioniert“.

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      1. Wenn um etwas ein Gewese gemacht wird,
        ist es nicht zwangsläufig etwas Besonderes.

        Geburt und Tod sind die beiden Pforten zu
        dieser Art Leben, das wir meinen zu kennen.

        Letztlich sind uns das Sterben und der Tod wohl
        vertraut – nur sind sie gesellschaftlich tabuisiert.

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        1. Der Verstand kennt den Tod nicht, sämtliche
          Erinnerung an andere Existenzen sind dahin.

          Als Kleinkind hatte ich schon den Opa, der im offenen Sarg lag, besucht und die Stille genossen.
          Später als Ministrant, war es ganz selbstverständlich, zusammen mit dem Priester die Sterbenden oder die gerade Verstorbenen zu besuchen.
          Meinen Vater haben wir (Mutter, Tochter, Sohn) angekleidet, nachdem er das letzte Mal geatmet hatte.

          Alles im privaten Rahmen,
          in dieser einmaligen Stille.

          Der Tod ist das Selbstverständlichste von der Welt.

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  8. Fisch: „Es gibt genug Menschen, die Gedanken im Kopf haben, die ihnen nicht gut tun. Für diese Menschen ist Sprache der zentrale Punkt, um andere, gute Gedanken zu bekommen.“

    Im Gegenteil: Dann bekommen diese ja auch noch die
    Gedanken-Konstruktionen der Anderen „in den Kopf“.

    Wer schon Belastendes diagnostiziert,
    sollte nicht noch mehr davon anhäufen.

    Die Alternative ist der Ausstieg
    aus diesem Gedankenwirrwarr.

    Dafür sind die Meditationen da: Aus dem eigenen
    Gedanken-Unterholz aussteigen…, ins Freie treten.

    Wie der Hamster, wenn er müde ist, nicht noch
    schneller läuft, sondern den Seitenausstieg wählt.

    Im Christlichen kennt man das Gebet; nur,
    daß hier immer noch Worte im Spiel sind.

    Viele kennen Entspannungstechniken für den
    Körper, aber nur Wenige solche für den Geist.

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