Damit eine Demokratie und ein Rechtsstaat auch in Zukunft funktionieren, ist es nötig, dass sich die Mehrheit der Bürger darauf verständigen und einigen kann, dass es prinzipiell eine gültige Wahrheit zu jedem Thema gibt. Es gibt verschiedene Sichtweisen auf ein Thema, dennoch bleibt ein Thema generell entweder wahr oder falsch.
Zu diesem Konsens und zu dieser Verständigung sind seriöse Medien notwendig, die wir in Deutschland, mit einigen wenigen Ausnahmen möglicherweise, glücklicherweise haben. Generell recherchieren Redakteure in der Regel seriös, akkurat und genau und versuchen, die Wirklichkeit korrekt wiederzugeben und darzustellen.
Ganz anders hingegen sieht es teilweise in den sozialen Netzwerken aus. Dort werden mitunter abstruse Behauptungen in die Welt gestreut und weitergegeben, welche sich dann leicht selbst verstärken und eine parallele Realität konstruieren, an die dann Menschen glauben. Man nennt diese Menschen dann Querdenker und Verschwörungstheoretiker. Es sind nach wie vor Menschen, es sind nicht unbedingt irgendwie böse Menschen, aber es sind Menschen, die in die Irre geleitet worden sind, die an Dinge glauben, die sich mit der Realität nicht mehr decken. Es sind Menschen, die sich eine eigene Realität kreieren und in eine künstlich kreierte Realität hineingezogen worden sind.
Die Sache ist die: ist das Vertrauen in die Medien erst einmal erschüttert, verliert eine Gesellschaft ihr Fundament, auf welchem sie miteinander kommunizieren kann. Dann gibt es nur noch alternative Meinungen und alternative Wahrheiten, die aber rein subjektiver Natur sind. So etwas gefährdet den Rechtsstaat und die Demokratie. Für einen Rechtsstaat und eine Demokratie sind gewissenhafte Medien, auf deren Seriosität und deren Wahrheitsgehalt sich die Mehrheit der Bürger einigen kann, unerlässlich und essentiell.



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