Deutschland. Extremer Lockdown im Gespräch. Eine kritische Bewertung

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich kommende Woche mit den Ministerpräsidenten besprechen, welches Vorgehen das richtige zum Kampf gegen die Pandemie sei.

Es wird erwogen, den Lockdown wesentlich zu verschärfen. Öffentliche Verkehrsmittel könnten möglicherweise stillgelegt werden (was sinnvoll erscheint), eine Pflicht zum Homeoffice könnte kommen (ebenfalls sinnvoll), das Tragen von ffp2 Masken (sinnvoll), Ausgangssperren (nicht sinnvoll, weil Menschen nach draußen müssen, dabei aber durchaus Abstand halten können. Menschen müssen an die frische Luft und brauchen Bewegung, um nicht krank zu werden. Ausgangssperren auch tagsüber würden die Zustimmung der Bevölkerung zum Vorgehen der Bundesregierung vermutlich deutlich schwinden lassen. Allerdings kann man aus dieser kurzen Mitteilung nicht entnehmen, ob tatsächlich Ausgangssperren tagsüber überhaupt angedacht sind, oder ob vielleicht nur die nächtliche Ausgangssperre ausgeweitet werden soll.)

Man kann sich aber schon fragen, 11 Monate nach Beginn der Pandemie in Deutschland, warum jetzt erst allmählich darüber diskutiert wird, eine Pflicht zum Tragen von ffp2 Masken zu überlegen. Hätte man in Deutschland in kritischen Bereichen oder vielleicht auch in der Öffentlichkeit überall dort, wo Menschen sich näher kommen, schon seit längerem eine ffp2 Maske tragen müssen, gäbe es möglicherweise gar nicht diese hohen Todeszahlen, die derzeit täglich in den Medien berichtet werden.

Die zentrale Frage lautet also: warum erst jetzt? Gab es nicht genug ffp2 Masken? Und falls dem so sein sollte, warum? 11 Monate sind ja schon ein nicht ganz kurzer Zeitraum.

Und eine andere zentrale Frage lautet, weshalb die Schulen, Hotels, Restaurants und der Einzelhandel korrekterweise geschlossen sind, weil dort natürlich Infektionen leicht weitergegeben werden könnten, die Menschen sich aber nach wie vor in Großraumbüros und öffentlichen Verkehrsmitteln tummeln können und in einigen oder womöglich sogar vielen Büros womöglich noch nicht einmal Masken getragen werden, während man dies beispielsweise in den Schulen schon seit langem so macht?

Bevor man Menschen im ganzen Land in Deutschland durch Ausgangssperren einsperrt, sollte man die für über 60 Millionen Euro ins Leben gerufene CoronaWarn-App verpflichtend einsetzen. Mit derartigen technischen Methoden konnte beispielsweise in Südkorea und Taiwan die Inzidenz über die ganze Pandemie hinweg bei unter 10 gehalten werden. Der Einsatz von Technik sollte auch im Land der Dichter und Denker möglich sein.


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