Während im Deutschen an viele Substantive einfach eine Endung angehängt wird, um aus der männlichen Bezeichnung eine weibliche zu machen, ist dies bei der Zauberin nicht der Fall. Sie ist völlig eigenständig.
Normalerweise geht es so: Polizist, Polizistin. Lehrer, Lehrerin. Politiker, Politikerin.
Die weibliche Form ist also die männliche Form plus eine Endung.
Hingegen ist die Zauberin völlig autark. Man könnte vermuten, dass in Analogie zu oben aus dem Zauberer eine Zauberer-in wird, aber nein.
Die Zauberin ist unabhängig vom Zauberer. Zumindest sprachlich.
Damit ist die Zauberin gewissermaßen eine Vorreiterin in der Genderdebatte um geschlechtsspezifische Schreibweise. Zauberhaft.



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