5132 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Deutschland. Tendenz scheinbar stark steigend.
Dabei hat der Winter, in welchem man schlecht lüften kann, noch nicht einmal begonnen.
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5132 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Deutschland. Tendenz scheinbar stark steigend.
Dabei hat der Winter, in welchem man schlecht lüften kann, noch nicht einmal begonnen.
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Ich vermute, es geht nicht um 5100 Infektionen, sondern um 5100 positive Testergebnisse. Da die Rate falsch positiver Ergebnisse im Vergleich zur Anzahl der Infektionen sehr hoch ist, sagt diese Zahl 5100 schon einmal wenig aus.
Aber selbst wenn es 5100 Infektionen wären, was würde das bedeuten? Infektionen als solche sind nicht schlimm. Schwere Verläufe sind schlimm. Todesfälle sind schlimm. Wie hat sich die Anzahl der Patienten in Intensivbehandlung verändert? Wie die Anzahl der Todesfälle? Wie ausgelastet ist das Gesundheitssystem? Wie verhält sich die Anzahl der Todesfälle zur Anzahl der aufgrund anderer Ursachen als COVID-19 Gestorbenen? Das sind die Fragen, die gestellt werden sollten.
Vermutlich dürften die Todesfälle steigen, so war es bislang zumindest – zeitlich etwas versetzt.
Hier kann man sehen, wie die Zahl der Intensivpatienten gerade wieder steigt:
Dass diese Zahlen steigen, ist für sich genommen noch nicht sehr aussagekräftig, da es die aktuellen Zahlen lediglich mit den früheren vergleicht.
Wie hoch ist die Anzahl genutzter Intensivbetten im Vergleich zur Anzahl der verfügbaren? Bislang war es ja meist so, dass es eine Überlastung des Gesundheitssystems nicht annähernd gab.
Wie hoch ist die Anzahl der Todesfälle im Vergleich zu der Anzahl der Todesfälle aufgrund von z. B. Haushaltsunfällen oder psychischen Krankheiten, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen u. ä. ganz zu schweigen?
Natürlich ist es schlecht, wenn mehr Leute so schwer erkranken, dass sie eine Intensivbehandlung brauchen, und wenn mehr Leute sterben. Aber schwere Krankheit und Tod gibt es immer. Die Frage ist, ob diese extreme Fokussierung auf COVID-19, das Erzeugen von Angst und die drastischen Maßnahmen in einem halbwegs vernünftigen Verhältnis zur Schwere des Problems stehen. Das glaube ich nicht.
Gerade hereingekommen: Anzahl der belegten Intensivbetten wohl momentan trotz Anstieg immer noch bei einem Fünftel des Maximums im April: https://twitter.com/QuakDr/status/1316240431546601472
Die ZEIT schreibt in der Ausgabe, die morgen als Printausgabe am Kiosk erscheint:
21330 Intensivbetten sind bundesweit belegt, 8946 Betten sind noch frei.
Stand 13.10.2020.
Wenn man einmal berücksichtigt, dass das exponentielle Wachstum des Coronavirus‘ , wenn ich es richtig im Hinterkopf habe, bei 1 zu 3 liegt, ein Mensch steckt also durchschnittlich drei Leute an, dann könnten die neue Infektionszahlen ganz schnell durch die Decke gehen.
Zumindest bezieht sich die von mir verlinkte Grafik auf das DIVI-Intensivregister. Ich hatte nicht die Zeit zu prüfen, ob die Angaben dieses Registers korrekt übernommen wurden. Es wäre interessant, zu wissen, woher die ZEIT ihre Daten hat.
Ein exponentielles Wachstum gibt es übrigens nicht. Die einfachste verwendete Wachstumsfunktion ist die logistische Funktion. Diese hat neben dem exponentiellen Anteil noch einen Dämpfungsanteil. Dieser spiegelt die Tatsache wider, dass man nur Menschen anstecken kann, die noch nicht angesteckt sind, und man daher bei größerer Verbreitung des Virus weniger Möglichkeiten hat, andere anzustecken. Die logistische Funktion ist lediglich am Anfang annähernd exponentiell. Identisch mit der Exponentialfunktion ist sie nie.
Die ZEIT hat in der Regel richtige Quellen.
Das exponentielle Wachstum wird mit der Zeit womöglich flacher, falls eine Immunität nach überstandener Infektion einsetzen sollte – was bislang aber unklar ist. Es gibt derzeit ebenso die Annahme, dass man sich nach einer gewissen Zeit – einigen Monaten vielleicht – gleich wieder anstecken könnte.
Die ZEIT hat in der Regel richtige Quellen.
Wie oft hast du ihre Quellen überprüft, um zu diesem Schluss zu kommen? Würdest du im Zweifelsfall der ZEIT mehr vertrauen, als der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)?
Das exponentielle Wachstum wird mit der Zeit womöglich flacher, falls eine Immunität nach überstandener Infektion einsetzen sollte […]
Das hat nichts mit meinen Aussagen zur Exponentialfunktion zu tun. Exponentielles Wachstum wird beispielsweise nicht „flacher“. Wenn die Kurve flacher wird, stellt sie keine Exponentialfunktion dar, und auch vorher ist der Anstieg nur näherungsweise exponentiell. Ich glaube, die meisten, die heute von exponentiellem Wachstum reden (die meisten Politiker eingeschlossen), wissen überhaupt nicht, was eine Exponentialfunktion ist.
Die Neuinfektionen werden erstmal exponentiell wachsen, danach könnten sie sich auf Dauer möglicherweise abschwächen
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