Wer ist frei?

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit”, schrieb Paulus (Gal 5,1).

Aber was ist eigentlich Freiheit?

Der eine sagt:

Ich bin ein freier Mensch. Ich will mich nicht einengen und fremdbestimmen lassen. Zu meiner Freiheit gehört auch, dass mir niemand vorschreibt, wann und wo ich eine Maske tragen muss.

Ich ertrage es nicht, wenn man mir meine Freiheit nimmt. Darum weigere ich mich, eine Maske zu tragen. Es geht dabei um meine individuelle Freiheit, die mir im Grundgesetz verbürgt ist.

Nur wenn ich von niemandem gezwungen werde, eine Maske zu tragen, fühle ich mich frei und ungebunden. Frei bin ich, wenn ich selbst entscheiden kann, wo, wann und ob überhaupt ich eine Maske trage.

Der andere sagt:

Ich trage meine Maske aus freier Entscheidung. Ich habe mich frei dafür entschieden, sie zu tragen, weil ich meine Mitmenschen vor einer Infektion schützen will.

Dass ich andere schützen will, ist für mich selbstverständlich. Dafür brauche ich keine Vorschriften von staatlicher Seite.

Dennoch finde ich es sinnvoll, wenn der Staat vorschreibt, ob, wann und wo eine Maske getragen werden muss. Denn ich selbst bin kein Experte auf dem Gebiet und darum auf die Vorgaben der Experten und Politiker angewiesen.

Es ist zwar nicht angenehm, eine Maske zu tragen, aber ich bin dankbar für die Freiheit, eine Maske zu haben und andere schützen zu können.

Wer von den beiden ist nun der Freie?

Von Klaus Straßburg.

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