Als Herr Samsa ohne Kopf aufwachte

Als Herr Samsa eines Morgens im Bad vor dem Spiegel stand, bemerkte er, dass er keinen Kopf mehr hatte.

Dies wurde ihm an verschiedenen Zeichen deutlich. Zunächst daran, dass er seine Brille aufsetzen wollte, dann daran, dass er sich rasieren wollte und schließlich daran, dass er sich nicht kämmen konnte.

Ihm kam die Situation etwas kafkaesk vor, dennoch bewahrte er Haltung und war bereit, sich vorläufig damit zu arrangieren. Glücklicherweise hatte er noch einen alten Hut von seinem Großvater im Schrank finden können, den er alsdann auf seinen Hals aufsetzte. Damit würde er schon durch den Tag kommen und dann könne er sich eine bessere Lösung überlegen.

Mit mittlerweile deutlich besserer Laune, als direkt nach dem Aufstehen im Bad, verließ Herr Samsa das Haus und wollte, um der ungewohnten Situation etwas entgegenzusetzen, ein bewusst fröhliches Liedchen pfeifen, worauf er allerdings in Ermangelung eines Kopfes verzichten musste. Als Frau Meier von nebenan ihn grüßte, schaute er sicherheitshalber weg, denn es musste ja nicht jeder gleich sehen, dass er heute kopflos unterwegs war. Zudem war ihm die Situation ohnehin schon unangenehm genug. Was würden die Leute bloß von ihm denken? Und was, wenn Frau Meier sein Ungeschick nun gleich den Nachbarn weitererzählen würde?

Fortsetzung folgt.

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