Emotional und rational. Wie sind wir Menschen?

Viele Menschen glauben, sie könnten recht rational entscheiden, aber dann kommen ihnen die Emotionen dazwischen.

Menschen sind einfach keine Roboter. Die Emotionen spielen immer eine Rolle bei uns.

Das ist schon in der Bibel der Fall. Ein sehr reicher junger Mann kommt zu Jesus und fragt, was er tun sollte, um das ewige Leben zu erhalten. Jesus sagt zunächst, er solle sich an die Gesetze halten. Der junge Mann meint, das tue er schon längst. Daraufhin sagt Jesus etwas, was man eigentlich überhaupt nicht erfüllen kann. Er sagt nämlich: gib deinen Reichtum den armen Menschen.

Traurig geht der reiche junge Mann weg. Nein, seinen Reichtum kann er nicht weggeben. Oder besser gesagt, er will es nicht.

Und traurig würden wohl auch wir weggehen, denn das klingt doch absurd. Den eigenen Reichtum den Armen geben?

Vielleicht geht es aber gar nicht um das, um was augenscheinlich zu gehen scheint. Vielleicht geht es gar nicht so sehr darum, den kompletten Reichtum wegzugeben. Sondern darum, wie wir an gewissen Dingen kleben und haften und von ihnen nicht wegkommen.

Der junge Mann klebt so an seinem Reichtum, dass er den Blick für Gott nicht frei bekommt. Zwar hält er sich an die biblischen Gesetze, aber so richtig auf Gott lässt er sich vielleicht nicht ein. Und der biblische Gedanke geht noch weiter. Wer seinen Blick für Gott nicht frei bekommt, der sieht auch dessen Geschöpfe nicht, der hat keinen Blick für seine Mitmenschen. Das ist eigentlich der wesentliche Punkt in unserem Leben. Das ist ein zentraler Hintergedanke, worauf es ankommt, wenn man sagt, man soll seinen Blick auf Gott richten. Dass man damit auch automatisch den Blick auf seine Geschöpfe richtet.

So könnte es bei vielen Dingen in unserem Leben sein. Wir bekommen unseren Blick nicht frei. Wir haben Gewohnheiten, an denen wir kleben. Wir würden gerne Jesus fragen, Jesus, was sollen wir tun, um von diesen Gewohnheiten wegzukommen? Jesus würde vielleicht sagen, lasst diese Gewohnheiten komplett beiseite. Und wir würden traurig weggehen, weil wir es nicht können. Oder ehrlicher gesagt, weil wir es nicht wollen.

Da sagt Jesus zu seinen Jüngern: es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Die Jünger Jesu sind ratlos und fragen ihn, wie denn dann überhaupt ein Reicher in den Himmel kommen kann?

Jesus antwortet: für die Menschen ist es nicht möglich, aber für Gott ist es möglich.

Was soll das nun heißen?

Das kann heißen, dass wir Menschen in unserem Denken und unseren Gewohnheiten manchmal so gefangen sind, dass wir aus eigenem Antrieb nicht herauskommen. Dann kam ein Gebet helfen, dann können vielleicht auch mehrere Gebete helfen, mit etwa dem Inhalt: Gott, hilf mir bitte und gib mir einen neuen Blick und eine neue Sichtweise und neue Gedanken, die in deinem Sinne sind, sodass ich aus den alten Gewohnheiten heraus kann.

Dann kann sich etwas ändern.

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