Die bleibenden Rätsel des Menschseins

Bewusstsein, das ist nichts Materielles. Bewusstsein gehört in die Welt des Immateriellen.

Evolution ist letztlich Information, insofern auch etwas Immaterielles.

Und ein Universum, das unendlich ist, ist ebenfalls etwas Immaterielles. Unendlichkeit ist ein immaterielles Konzept.

Ich vermute, dass alle Existenz und alles Leben und das gesamte Universum letztlich etwas Geistiges sein könnte. Theologisch gesprochen ein Gedanke Gottes. Wir sind alle ein Gedanke Gottes. Unser Bewusstsein gibt es vielleicht nur, weil ein Fünkchen Gottes in uns ist. Und weil wir ein Fünkchen Gottes in uns tragen.

Wir existieren mitten in Gott. In ihm leben und weben und sind wir. Das Universum und alle Existenz existiert nur, weil Gott sie denkt.

6 Gedanken zu “Die bleibenden Rätsel des Menschseins

  1. Guten Tag

    Materiell: darin steckt das Wort „Mater“.

    Geist und Gott sind in ihrer Substanz nicht beweisbar.

    Die Menschwerdung ist aus der Geschichte nachvollziehbar.

    Der bewusste Akt, ist mit dem „Gewissen“ zur Tat, zur Untat, in einem subjektiven Moment, als ein Teil aller Menschen unser Alltag.

    Der Kosmos = Ordnung, trägt, erträgt mein unendlich kleines, mein ich.

    Wir können Gott nicht wissen, wir können ihn in uns nur skizzenhaft erahnen.

    Unser Bewusstsein ist aus dem Universum, als ein Teil in der Welt = Natur entstanden.

    Informationen: sind eine Teilmenge des Wissens über das Werden und Vergehen des Universums.

    Ich denke, dass der Schöpfer nicht denken muss, deswegen hat er vielleicht uns zum denken gemacht, gebracht.

    Herzliche Grüsse
    Hans

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  2. Wenn wir nur ein Gedanke Gottes wären, nur in ihm existieren würden, wären wir ja ein Teil Gottes bzw. seines Bewusstseins. Also keine Geschöpfe, sondern Bestandteil des Schöpfers. Er wäre dann wohl auch nicht unser Gegenüber.

    Damit hab ich so meine Schwierigkeiten …

    Man müsste mal rausfinden, was das „in ihm“ in Apg 17,28 bedeutet. Es gibt auch ein Ineinander-Sein von einander Liebenden, z.B. Jesus in Gott und Gott in Jesus.

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  3. Gott ist nicht Welt und Welt ist nicht Gott. Einerseits.
    Andererseits hat beispielsweise auch die platonische Seelenlehre Einzug in die christliche Theologie gefunden.
    Und nach Platon kommt die Seele des Menschen gewissermaßen aus dem Göttlichen und wird in den menschlichen Körper wie in ein Gefäß gegeben, nach dessen Tod sie zurückkehrt ins Göttliche. Diesen Gedanken hatte ich hier einmal weiter gedacht.
    Nach Jürgen Moltmann beispielsweise hat die christliche Trinität aufgrund ihrer Liebesbeziehung in sich selbst Raum für das Universum und alle Existenz geschaffen. Insofern wären wir in Gott drin.

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  4. Dass die Seele etwas Göttliches sei, finde ich in der Bibel nicht – auch wenn Platon und platonisierende Theologie das meinen.

    Moltmann, den ich sehr schätze und bei dem ich selbst studiert habe, meint, die Welt sei mit allem Lebensfeindlichen und Negativen insofern in Gott, als Gott sich dem Lebensfeindlichen und Negativen gegenüber nicht verschließt, sondern es am Kreuz Jesu selbst ertragen hat. Deshalb kann er sagen, dass auch Auschwitz in Gott sei, nämlich in den Schmerz des Vaters, die Hingabe des Sohnes und die Kraft des Geistes hineingenommen. Die Weltgeschichte (universale Macht der Sünde) bestimmt also nicht Gottes Geschichte, sondern Gottes Geschichte bestimmt die Weltgeschichte (universale Vergebung der Sünde).

    Schwierig wird es für mich da, wo man meint, das Negative und Lebensfeindliche habe seinen Grund in Gott. Denn dann wird Gott zum Schuldigen gemacht und der Unterschied zwischen Gott und Mensch nicht mehr gewahrt.

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  5. Naja, Gott haucht dem Menschen in der Genesis seinen Odem ein, was man meines Erachtens schon so interpretieren kann, dass der Mensch eben mehr ist als nur der Ackerboden, aus dem er gemacht wurde.
    Allerdings ja, das ist natürlich Spekulation, was ich da geschrieben habe, eine theologische Spekulation.
    Aber in gewisser Weise wird es bei dieser Thematik wohl auch immer bei Spekulation bleiben. Trotzdem kann man so etwas mal andenken, finde ich.

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  6. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, meinte der Physiker und Mystiker Carl Friedrich von Weizsäcker, der Bruder von Friedrich von Weizsäcker, dass letztlich das ganze Universum etwas Geistiges sei. Ich habe das nun theologisch gefasst, diesen Gedanken, den man eben auch bei Platon in einer gewissen Ähnlichkeit findet.

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