Fleischindustrie. Wie man das Tierwohl verbessern könnte

Seit der Blick der Medien und somit auch der Blick der Gesellschaft und der Politik auf die Fleischfabrik Tönnies im Kreis Gütersloh gerichtet ist, in der es über 1500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab, ist in der Politik auch die Frage wieder aufgekommen, wie es denn eigentlich so um das Tierwohl steht.

Dass die Schnitzel, die Steaks und die Würstchen schön billig sind, ist natürlich schön für uns Verbraucher, aber hässlich für die Tiere, die nur noch eine Ware sind, die gemästet wird, um geschlachtet zu werden.

Was kann man also tun, damit die Tiere würdiger leben können?

Ein Gedanke aus der Politik ist, dass das Kilo Schweinefleisch beispielsweise 40 Cent teurer werden sollte. Dadurch könnten dann aber die in Deutschland produzierenden Höfe und Fleischfabriken ins Hintertreffen geraten, weil vielleicht in großem Stil als Ausgleich dann einfach Fleisch aus anderen Ländern zu günstigeren Preisen importiert werden würde. Gewonnen wäre damit womöglich nicht allzu viel. In Deutschland würden dann zwar weniger Tiere schlecht behandelt und geschlachtet werden, dafür aber umso mehr im Ausland für den deutschen Import.

Was könnte also noch helfen? Ich hätte eine Idee.

Die Lebensmittelampel sollte auch auf die Fleischprodukte ausgeweitet werden, und zwar in Bezug auf das Tierwohl.

Auf beispielsweise eine Packung Schweinefleisch könnte somit eine Ampel der folgenden Art aufgedruckt sein.

Vor einem grünen Hintergrund sieht man ein lachendes Schwein. Das bedeutet, hier wird auf das Tierwohl geachtet, das Schwein hatte ein gutes Leben.

Vor einem gelben Hintergrund ein ernst blickendes Schwein: hier wird nicht so sonderlich auf das Tierwohl geachtet, aber es ist auch noch nicht ganz dramatisch.

Und ganz unten dann vor leuchtend rotem Hintergrund ein Schwein mit einer dicken Träne: dieses Fleisch darf eigentlich nicht gekauft werden, weil die Tiere hier äußerst schlecht behandelt werden und massiv leiden.

Die jeweilige Farbe, welcher das jeweilige Fleisch entspricht, müsste dann auch wesentlich größer gedruckt sein als die übrigen Farben.

Diese Ampel müsste verpflichtend sein für Fleisch, das in Deutschland verkauft wird, vielleicht sogar irgendwann einmal verpflichtend in der ganzen EU. Auch Frischfleisch müsste mit einer derartigen Ampel in der Auslage gekennzeichnet sein.

Die Frage an den Konsumenten würde also implizit lauten: wie hältst du es mit dem Tierschutz und dem Tierwohl? Und kannst du damit leben, dass du gequälte Tiere konsumierst?

Ich könnte mir vorstellen, dass eine derartige verpflichtende Fleischampel ziemlich effektiv sein könnte. Denn wer möchte schon ein Tierquäler sein?


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