Viele Menschen antworten auf die Frage mit dem „do ut des“ Prinzip: wie du mir, so ich dir.
Sie lieben diejenigen, die sie auch lieben, und hassen diejenigen, die sie auch hassen.
Aus christlicher Sicht beantwortet man die Frage aus der Überschrift etwas anders:
Liebe Gott von ganzem Herzen und mit deinem ganzen Willen.
Wenn man diesen gütigen, liebevollen und barmherzigen Gott, wie er von Jesus uns Menschen vorgestellt wurde, versucht, auf diese Art und Weise zu lieben, wird man auch versuchen, seine Sicht umzusetzen. Zu dieser Sichtweise gehört, dass jeder Mensch zum Ebenbild Gottes geschaffen wurde.
Wenn man dies innerlich bejaht, geht es weiter:
Liebe deine Mitmenschen. Denn sie sind Ebenbilder Gottes. In ihnen begegnest du einem Fünkchen Gottes.
Liebe aus demselben Grund auch deine Feinde. Und, positiver möglicher Nebeneffekt: indem du versuchst, sie zu lieben, versuchst du auch, ihre Beweggründe zu verstehen, so dass sie irgendwann vielleicht nicht mehr deine Feinde sind.
Last but not least, was manchmal im christlichen Bereich vergessen wird:
Nimm Dich selbst an und liebe dich selbst, denn auch du bist zum Ebenbild Gottes geschaffen. Du kannst deine Mitmenschen und Feinde nur lieben, wenn du dich selbst angenommen hast. Annehmen kannst du dich, weil Gott dich genauso gewollt hat, wie du auf die Welt gekommen bist. Gott liebt dich, Gott will dich, Gott hat ja zu dir gesagt, als er dir dein Leben schenkte, du bist wichtig für Gott. Du bist ihm sogar sehr wichtig.
Übrigens, indem man es seinen Mitmenschen, sich selbst und sogar seinen Feinden prinzipiell gut meint oder dies zumindest versucht, entlastet man auch sich selbst, weil man einen Groll, den man gegen andere Menschen hegt, nicht mehr mit sich herum schleppen muss. Das Positive, das man in dieser Hinsicht anderen Menschen entgegenbringt, hat auch positive Auswirkungen für einen selbst.




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