Während es in der Antike den Menschen noch darum ging, möglichst keinen Gott in seiner Verehrung unberücksichtigt zu lassen, änderte sich diese Sichtweise grundlegend durch den Monotheismus, der im Judentum begann und auf ägyptischen Traditionen aufbaut.
In Ägypten hatte man irgendwann festgestellt, dass es nicht viele Götter, sondern nur einen Gott geben müsste: man hielt die Sonne, die mit ihrer Wärme und ihrem Licht das Leben ermöglicht, für Gott. Der Pharao seinerseits konnte nach dem Tod in altägyptischer Vorstellung dann ebenfalls vergöttlicht werden und als Sternbild am Himmel erscheinen, insofern kein reiner Monotheismus.
Im Judentum dann, welches vom Christentum und dem Islam rezipiert wurde, änderte sich die Sichtweise zu den Göttern. Es ging nun fortan nicht mehr darum, möglichst alle Götter irgendwie zu berücksichtigen, um ja keinen Gott zu erzürnen, sondern künftig durfte nur noch der eine und einzige Gott verehrt werden, der sich vielfältig in seinen Wirkungen den Menschen zeigen kann.
Diese Vielfältigkeit hat das Christentum mit der Pluralität, die in dem monotheistischen Gott selbst steckt, aufgegriffen und differenziert Gott in den unsichtbaren und transzendenten Vater und Schöpfer im Hintergrund, in Jesus Christus, der sich in einem Menschen den Menschen zeigen kann, und in den Heiligen Geist, die wirkende göttliche Kraft, die Menschen in ihrem Leben spüren können.



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