Casio G-Shock. Holala.

Was sich Facebook von mir so denkt. Ich dachte, die kennen mich.

Aber irgendwie blenden die mir ab und zu Werbung ein, wo ich mich schon frage.

So z.b. die Casio G-Shock. Sie sieht aus, wie eine normale Casio Uhr, die man in ihrer Kunststoffversion für etwa 20 € vielleicht erwerben kann, aber ihr Gehäuse ist aus Metall. Ein Edelstahlgehäuse, wie ich lesen kann. Holala, Edelstahl. Und sie kostet nur 499 €.

Das sage ich freundlich danke, für das Geld mache ich ja schon eine Woche Urlaub.

Andererseits scheint die Uhr mit diesem Namen sehr robust zu sein. Wenn man vielleicht gerade keinen Hammer dabei hat, kann man sie womöglich verwenden, um beim Zelten die Heringe in den Boden zu schlagen. Oder auch beim Heimwerken. Womöglich kann man sogar Bierflaschen damit öffnen. Schon praktisch. Und in dieser Hinsicht müsste man sich dann ja denken, der Preis sollte dann korrekter Weise durch 4 geteilt werden, weil man ja mit diesem Gerät eine Uhr, einen Hammer, irgendwas zum Heimwerken und einen Flaschenöffner erwirbt.

Wenn man dann noch liest, dass diese Uhr Bluetooth besitzt und dadurch immer und überall die aktuelle Ortszeit anzeigt, sofern man dort irgendwie Internetzugang hat, dann ist sie schon fast gekauft. Ich freue mich schon aufs nächste Zelten. Und fange schon mal an zu sparen. Und wenn ich das nächste Mal an einem Obdachlosen vorbei gehe, kann ich ganz beruhigt sagen, sorry, ich kann mir das gerade echt nicht mehr leisten.

Vielleicht aber sollte man diese Uhr nur kaufen, wenn man mindestens eine Yacht in San Tropez liegen hat und eine Finca auf Sardinien. Aber ja, sie wird schon gut sein, diese Uhr. Das wollte ich nicht in Abrede stellen. In meine Welt passt sie allerdings nicht.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Casio G-Shock. Holala.“

  1. 499 Euro, zählt unter Fachleuten noch zu Billigschrott aus Fernost. Es gibt Uhrenmagazine, deren Jahresabopreis mehr kosten als eine Rolex aus China. Fünfhundert Euro sind gut investiert, sollte sie ewig halten. Ethisch fragwürdig, wie du es empfindest, kann ich das nicht einordnen, obschon ich gar keine Uhr trage, keine teure, keine billige.

  2. Sicher gibt es noch viel teurere Uhren. Wenn man sie als Wertanlage sieht, meinetwegen. Aber zum Tragen und nach ein paar Jahren vielleicht durch eine neue ersetzen, das fände ich nicht gut.

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