Australien will bis zu 10.000 Kamele töten. Im Einklang mit dem „Tierwohl“.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden von Indien aus viele Kamele nach Australien exportiert, um dort zu helfen, das Land nutzbar zu machen und zu erkunden. Es gibt in Australien mittlerweile so viele Kamele, wie nirgends sonst auf der Welt.

Doch das dürfte sich nun ein wenig ändern. Weil Kamele die Fauna zertreten und das Trinkwasser verschmutzen, auch dasjenige, das beispielsweise die Ureinwohner benötigen, und weil sie zudem auch Vorräte beispielsweise der Ureinwohner plündern, sollen sie nun im großen Stil von Hubschraubern aus abgeschossen werden. Die Kamele, nicht die Ureinwohner.

Das Ganze soll dem „Tierwohl“ entsprechend vor sich gehen, wobei man sich etwas fragt, wie eine Keulung vom Hubschrauber aus dem Tierwohl dienen könnte. Das ist wohl so gedacht, dass durch die Reduzierung der Kamelpopulation die Kamele sich auch gegenseitig nicht mehr die Nahrung wegfressen und verenden. Insofern dürften die Kamele ihrer großflächigen Keulung prinzipiell positiv gegenüber stehen.

Wäre man nun ein cleverer australischer Geschäftsmann und hätte zudem eine Fast-Food-Kette in der Hinterhand, könnte man natürlich in der nächsten Zeit leckere Kamelfleisch-Wochen ins Angebot aufnehmen, ohne für das Fleisch selbst allzu große Kosten zu haben. Eine Kombination aus Wild und Kamel gewissermaßen, denn die Tiere kommen ja aus der Wildnis. Dazu eine schmackhafte Würzsauce und das Narrativ, dass das Ganze ja dem Tierwohl diene.

Insgesamt kann man sich aber anhand der lange anhaltenden Brände in Australien und der auch durch die Kamele verschärften Nahrungsmittelknappheit und Knappheit an Trinkwasser draußen in der Wildnis schon einmal einen Vorgeschmack darauf verschaffen, wie die Klimakrisen der Zukunft aussehen könnten. Denn sie dürften zwar vordergründig das Klima betreffen, in der Folge aber dann auch viele Tiere und zudem auch Menschen, die ja ebenfalls Trinkwasser und Nahrung benötigen. Wenn das Klima sich weiter erwärmt, könnten die Probleme gewaltig werden und nicht nur die Kamele betreffen.

Um mit einer kleinen Sentenz hier den Abschluss zu finden: „Wenn ihr das letzte Kamel geschossen habt, werdet ihr feststellen, dass Kamel ohne pikante Soße nicht allzu köstlich schmeckt.“ Ein großes geschmackliches Problem für Gourmets.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Australien will bis zu 10.000 Kamele töten. Im Einklang mit dem „Tierwohl“.“

  1. […] Kamel sein in Australien ist aktuell nicht das, was man sich wünschen würde. […]

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