Ja, die Weltstadt mit Herz, dass Millionendorf München ist eigentlich ziemlich hübsch.
In all dieser pittoresken Umgebung gibt es aber trotz allem natürlich auch nach wie vor die Bausünden. Beispielsweise diese hier auf dem Bild, die am Mittleren Ring steht und vor gar nicht so langer Zeit erst fertiggestellt wurde.
Es ist ein bisschen unklar, was sich die Architekten bei der Planung der Fassade und der Farbgebung gedacht haben. Möglicherweise hatten sie gerade eine Nacht durchgezecht und keine Lust zu gestalterischer Kreativität, oder das Geld ist dem Bauherren ausgegangen, oder beides. Oder aber die Architekten wollten direkt an die sechsspurige Asphaltpiste aus Rücksichtnahme auf die Tristesse des Ortes kein Gebäude in hübscher und fröhlicher Farbigkeit setzen. Was weiß ich. Und ja, hier würde man sich freuen, wenn sich die Architekten wenigstens an ihr sonst immer so geliebtes dezentes Grau gehalten hätten.
Naja, man kann ja die Augen beim Vorbeifahren zumachen. Ist allerdings auch nicht ganz ungefährlich auf einer Schnellstraße. Aber wie soll man sonst mit einem solchen Gebäude sinnvoll umgehen? Gibt es eigentlich das Recht auf ästhetische Unversehrtheit?




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