Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Worauf es ankommt

Im Lukasevangelium, Kapitel 2, 1-20, findet sich die Weihnachtsgeschichte.

Jesus wird geboren. In einer Krippe, in einem Stall. Unter ungünstigen Verhältnissen. Die Eltern waren unterwegs, um sich in die Steuerlisten des Kaiser Augustus einzutragen, doch die Geburt Jesu kam dazwischen. Eine richtige Bleibe hatten sie nicht.

Den Hirten auf dem Feld verkündet ein Engel, was es mit der Geburt Jesu auf sich hat: Euch ist heute der Heiland geboren! Der Messias, der Friedenskönig! Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!

Die Schar der Engel, die der Verfasser des Matthäusevangeliums hier auftreten lässt, macht deutlich, was das Wesentliche ist: Mit Jesus beginnt eine neue Zeit. Gott höchstpersönlich zeigt sich in einem Menschen. Der Frieden Gottes ragt in unsere Welt hinein.

Ob der Engel oder die Engelschar tatsächlich aufgetreten sind, ist eigentlich nicht das Thema, über das man sich streiten sollte. Viel wichtiger ist die Aussage, dass Gott sich zeigt. Dies wird durch das Auftreten der Engel verdeutlicht. Und durch sie wird klar gemacht, dass Gott sich gerade nicht in erster Linie, wie man es normal erwarten würde, an die Reichen und Mächtigen wendet, sondern an die einfachen Leute, an die Hirten. Gott ist mit einem Mal für alle da. Egal, wie tief unten man ist. Gott fängt selbst ganz unten an. In einer Krippe, in einem Stall, in einer Notunterkunft.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Worauf es ankommt“

  1. Ich glaube nicht, dass man Maria und Josef in einem Stall hat übernachten lassen. Sie waren in einer völlig überfüllten Herberge, darum musste man das Kind in die Futterkrippe legen, „denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“

    Damals war es üblich, dass es in den Häusern einen Bereich für die Menschen gab und davon abgetrennt, aber unter dem selben Dach, einen Bereich für die Tiere. Das hatte unter anderem den Vorteil, dass die Körperwärme der Tiere half, das Haus warm zu halten.

    Und an diesem Abend war es halt so voll, dass für den Zimmermann aus Nazareth und seine junge, hochschwangere Frau nur dort bei den Tieren ein Platz frei war. Dort brachte sie ihren Sohn zur Welt. Und das Kind wickelte sie in Windeln und legte es in die Krippe. Da war es relativ sicher, hatte es weich und warm.

    Aber es kam nicht in einer winzigen Hütte weit draußen unter dem Sternenhimmel zur Welt… Nicht Stille nach und Selige Ruh‘, sondern Stress und Hektik, Unruhe und Lärm begleiteten die ersten Stunden des Messias auf dieser Welt. Das tröstet vielleicht auch über die Weihnachtshektik heutzutage hinweg. Es war damals wirklich nicht anders…

  2. Danke, mag sein, hatte auch mal eine Doku gesehen, die es so als Möglichkeit beschrieben hatte.

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