Im Lukasevangelium, Kapitel 2, 1-20, findet sich die Weihnachtsgeschichte.
Jesus wird geboren. In einer Krippe, in einem Stall. Unter ungünstigen Verhältnissen. Die Eltern waren unterwegs, um sich in die Steuerlisten des Kaiser Augustus einzutragen, doch die Geburt Jesu kam dazwischen. Eine richtige Bleibe hatten sie nicht.
Den Hirten auf dem Feld verkündet ein Engel, was es mit der Geburt Jesu auf sich hat: Euch ist heute der Heiland geboren! Der Messias, der Friedenskönig! Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!
Die Schar der Engel, die der Verfasser des Matthäusevangeliums hier auftreten lässt, macht deutlich, was das Wesentliche ist: Mit Jesus beginnt eine neue Zeit. Gott höchstpersönlich zeigt sich in einem Menschen. Der Frieden Gottes ragt in unsere Welt hinein.
Ob der Engel oder die Engelschar tatsächlich aufgetreten sind, ist eigentlich nicht das Thema, über das man sich streiten sollte. Viel wichtiger ist die Aussage, dass Gott sich zeigt. Dies wird durch das Auftreten der Engel verdeutlicht. Und durch sie wird klar gemacht, dass Gott sich gerade nicht in erster Linie, wie man es normal erwarten würde, an die Reichen und Mächtigen wendet, sondern an die einfachen Leute, an die Hirten. Gott ist mit einem Mal für alle da. Egal, wie tief unten man ist. Gott fängt selbst ganz unten an. In einer Krippe, in einem Stall, in einer Notunterkunft.



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