Die Grenzen der Luther-Bibel

Einige Leute mögen die alte Sprache der Luther-Übersetzung in der Bibel. Sie erinnert sprachlich so toll ans 16. Jahrhundert.

Für alle anderen, die verstehen wollen, was sie da lesen und die auch nach dem zweiten oder dritten Vers noch Elan genug haben wollen, aus Interesse weiterzulesen, sei eine besser verständliche Übersetzung empfohlen. Gut zu verstehen ist die Übersetzung „die gute Nachricht“ .

Denn, sind wir mal ehrlich: Luther wollte, dass die Menschen die Bibel selbst lesen und verstehen können. Drum übersetzte er sie aus dem Hebräischen und Altgriechischen ins Deutsche. Allerdings in ein Deutsch des 16. Jahrhunderts, das heute nicht mehr allzu eingänglich und verständlich ist.

Drum darf man vermuten, dass Luther heute ein modernes Deutsch wählen würde, um die Bibel den Menschen auch weiterhin verständlich zu machen. Denn was nützt eine Bibel, in der man wegen unverständlichen Sprachungetümen nicht lesen mag ? Richtig. Nichts. Die evangelische Kirche braucht sich nicht zu wundern, wenn das Interesse an ihr nachlässt. Das hängt auch damit zusammen, dass heute nicht jeder mehr in der Bibel lesen mag, die in der Luther-Übersetzung unverständlich geworden ist.

Es ist sinnvoll, die Luther-Übersetzung als Kulturgut zu pflegen und zu erhalten. Es ist aber noch sinnvoller, zu begreifen, dass Kultur stets im Wandel ist und sich an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit auch anpassen muss, um nicht irgendwann einmal dem Vergessen anheim zu fallen und damit aufzuhören, Kulturgut zu sein. Lutherbibel ist gut, eine heutzutage gut verständliche Übersetzung ist aber fast noch etwas besser.


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