Organspende: Widerspruchslösung 2.0

Gegen die sogenannte Widerspruchslösung bei der Organspende, die der aktuelle Gesundheitsminister Jens Spahn plant, gibt es ja einen gewissen Widerstand.

Er möchte, dass Menschen sofort nach ihrem Ableben automatisch Organspender sind. Und zwar jeder. Sofern er nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. Und mal ehrlich, wer macht sich schon die Mühe, zu widersprechen? Genau das dürfte das Kalkül sein.

Diese als Lösung bezeichnete Lösung ist eine sehr komfortable Methode, um möglichst schnell an viele Organe zu kommen, die noch zudem praktisch nichts kostet. Denn alle anderen Verfahren müssten ja Werbung schalten und die Leute innerlich dazu bewegen, ihre Organe nach dem Tod zu verschenken.

Noch besser wäre diese Lösung natürlich, wenn sie bereits zu Lebzeiten einsetzen würde, Widerspruchslösung 2.0 also. Wer innerhalb einer gewissen Frist nicht widersprochen hat, könnte dann auch schon zu Lebzeiten bereits zur Organspende herangezogen werden. Das wäre wesentlich effektiver und hätte zudem auch einen Hauch von Monty Python.

Um diese Lösung noch ein wenig gewinnbringender zu gestalten, könnte man die Pflicht einführen, nur durch persönliche Anwesenheit in der jeweiligen Organspende-Behörde Widerspruch einlegen zu können. Diese Behörde könnte man dann beispielsweise auf die Fidschiinseln verlegen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – sofern man rechtzeitig widersprochen hat.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Organspende: Widerspruchslösung 2.0“

  1. Diesen Beitrag kann ich nur als Satire oder Zynismus verstehen. Warum blogt ihr hier aber nichts Konstruktives zu dem Thema. – > ‚Jesus of Montreal‘.

  2. Ja, dieser Artikel ist ja auch Satire.

  3. Ja, vielleicht schreibe ich auch ein anderes Mal über Jesus von Montreal, da geht es ja auch um das Thema Auferstehung durch Organspende. Danke für den Hinweis.

  4. Der Artikel ist satirisch gemeint, nicht aber zynisch. Organspende ist ja sicherlich sinnvoll, aber die Widerspruchslösung finde ich nicht in Ordnung. Jeder Mensch sollte aktiv gefragt werden und aktiv eine Entscheidung fällen, ob er nun Organspender sein möchte oder nicht. Man muss zwischen Ja und Nein wählen können, aber es sollte nicht stillschweigend davon ausgegangen werden, dass ein verpasster Widerspruch dann automatisch ein Ja sei.

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