Im Garten Eden. Weshalb Adam und Eva vom richtigen Baum gegessen haben.

Im Garten Eden standen zwei Bäume. Der eine war der Baum des Lebens. Wer davon aß, der würde ewig leben.

Der andere war der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Wer davon aß, der würde unterscheiden können, was gut ist und was böse im Leben.

Dummerweise haben die Menschen vom falschen Baum gegessen.

Vielleicht aber auch glücklicherweise. Denn könnte man nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden, weil es weder Gut noch Böse gäbe, könnte man wahrscheinlich auch überhaupt nicht wirklich existieren. Also nicht existieren in dem Sinne, dass man wirklich eine Wahrnehmung besäße. Denn die Wahrnehmung gibt es nur, weil es verschiedene Abstufungen der Wirklichkeit gibt. Angenommen, man wäre in einem Raum, in dem alles weiß ist. Auch dort würde man kaum existieren, weil man nichts erkennen könnte. Alles wäre weiß. Keine Konturen, nichts.

Und so wäre das wohl auch, wenn es weder Gut noch Böse gäbe. Man wäre wie in einem weißen Raum. Man wäre zwar dort, aber Existenz wäre das wohl nicht.

Insofern aßen die beiden fiktiven ersten Menschen, Adam und Eva, vielleicht doch vom richtigen Baum.


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