Wasser und Wassermangel

Sauberes Trinkwasser gilt eigentlich als Menschenrecht, aber wie das mit den Menschenrechten so ist, sind sie manchmal mehr Theorie als umgesetzte Realität.

Weltweit gibt es über zwei Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Sie trinken dann vielleicht aus einem Fluss, in den die Industrie gerade ihr Abwasser eingeleitet hat.

Da diejenigen Menschen, die sich kein sauberes Trinkwasser leisten können, in der Regel auch nicht gerade die reichsten sind, und andererseits aber durch schmutziges Trinkwasser auch nicht gesünder werden, sind sie in einer ziemlich unheilvollen Spirale gefangen. Kein Geld meint schlechtes Trinkwasser meint schlechte Gesundheit.

Indirekt ist Deutschland und aber auch andere Länder auch ein wenig mit daran schuld, dass in einigen Regionen der Welt das Wasser knapp ist, durch den Import von Rindfleisch und Baumwolle beispielsweise, weil für deren Produktion ebenfalls ziemlich viel Wasser verwendet wird. Auch die Herstellung von Avocados zieht übrigens Unmengen an Wasser.

Was kann man tun? Nun, beispielsweise die afrikanischen Kinder, die für Europa zu Dumpinglöhnen die Krabben pulen, könnten sich ja gleich immer ein paar Kisten Mineralwasser mitbestellen. Dann könnten sie ihren Hungerlohn gleich praktisch in sauberes Mineralwasser investieren. Eine Win-Win-Situation für alle. Die Sprudelindustrie könnte so ihren Sprudel loswerden, die Krabben würden weiterhin preiswert gepult und die afrikanischen Kinder wären länger leistungsfähig, weil sie beispielsweise guten deutschen Sprudel trinken würden. am deutschen Sprudel-Wesen soll die Welt genesen. Ist natürlich böser Zynismus, was ich hier von mir gegeben habe und nicht ernst gemeint, sondern Ausdruck der Hilflosigkeit, die man angesichts derartiger Meldungen immer hat.

Tja, was tun. Hier wären dann wohl Politiker aller Länder gefragt. Wenn die mal gerade nicht auf die Schülerinnen und Schüler schimpfen würden, die fürs Klima demonstrieren.

Eine preiswerte und schnell umsetzbare Möglichkeit, um wirklich allen Menschen weltweit sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, wäre die Heraufsetzung der Schadstoffgrenzwerte. Das funktioniert schon beim Diesel. Und kostet auch nichts. (Außer vielleicht die Gesundheit und das Leben.)

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.