Zum Ende des Ersten Weltkriegs

Heute vor vielen Jahrzehnten, am 11.11 1918 nämlich, war nicht nur Faschingsbeginn, sondern auch das Ende des Ersten Weltkriegs.

Mir kommt in dieser Hinsicht ein Zitat in den Sinn, dass sinngemäß lautet: zwei Dinge sind unendlich, nämlich das Universum und die menschliche Dummheit.

Letzteres kann man vermutlich tatsächlich unterschreiben, denn der erste Weltkrieg und auch der zweite haben die Menschen ja nicht etwa davon abgehalten, wieder Kriege zu führen, ganz im Gegenteil.

Wenngleich man hier eine Einschränkung machen muss, beispielsweise die Kubakrise 1962 eskalierte nicht so schlimm, wie es hätte kommen können, so dass wir auch heute noch eine Welt haben, auf der wir leben können, welche nicht in einem nuklearen Inferno versunken ist.

Insofern gibt es neben der menschlichen Dummheit auch die menschliche Weisheit und Klugheit und Besonnenheit, das ist doch schon mal was.

Warum machen Menschen eigentlich Kriege?

Wenn man sich das so von außen ansieht, kann man wirklich ins Zweifeln kommen. Aber fragen Sie sich diese Frage das nächste mal selbst, wenn Sie mit jemandem Streit haben. Wie kam es zu diesem Streit und wie kann er beigelegt werden? Sehen Sie, gar nicht so leicht. Was im Kleinen schwer ist, ist im Großen nämlich nicht leichter.

Naja, hoffen wir mal, dass weltweit die Politiker weiterhin versuchen, Krieg tendenziell zu vermeiden, obwohl es dem ein oder anderen Staatenlenker relativ egal zu sein scheint. Im Jemen beispielsweise drohen 14 Millionen Menschen zu verhungern, und der Jemenkrieg ist einer, den Saudi-Arabien gegen dieses kleine Land führt uns gegen ein paar Rebellen darin, welche ihrerseits unter anderem vom Iran, dem Erzfeind Saudi-Arabiens, unterstützt werden, jedoch auch mit westlichen Waffen.

Aber man braucht jetzt nicht nur auf dieses Land zu schauen, die Sorge um Frieden gilt natürlich global.

Versuchen wir, im Kleinen immer wieder Frieden zu schaffen, wobei wir sicher merken werden, wie schwer das ist. Denn wir müssen auf den Anderen hören und wahrnehmen, was ihm wichtig ist. Und wir müssen uns verabschieden von unserer liebgewonnenen Ansicht, dass andere immer uns verstehen sollen und dass wir doch immer Recht haben wollen.

Die Frage kann im Kleinen nämlich manchmal lauten, willst du Frieden oder willst du recht haben? Klar, es geht nicht, dass der andere immer nur recht hat, man selber aber auf der Strecke bleibt. Aber andererseits empfinden viele Menschen es als Kränkung, selbst einmal nicht recht zu haben und nicht verstanden zu werden. Diese Kränkung auszuhalten ist aber wahrscheinlich der Schlüssel zum Frieden.

Jesus hat es einmal so ausgedrückt: liebe deine Mitmenschen, liebe aber sogar deine Feinde. Das ist der theoretische Schlüssel zum Frieden. Theoretisch deswegen, weil er so schwer zu bedienen ist. Aber manchmal bleibt er nicht Theorie, sondern wird Realität. Und in diesen Momenten leuchtet ein Stück des Himmels hier auf der Erde auf, ein Fünkchen des Paradieses.

Schlussgedanke:

Wir Menschen sind immer sehr klug darin, anderen Tipps zu geben und ihnen zu sagen, wie es richtig geht.

Uns selbst Tipps zu geben und unsere eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen und konstruktiv zu verändern und Spannungen auszuhalten, weil unsere Erwartungen nicht so erfüllt werden, wie wir es gerne hätten, darin sind wir schlecht.


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