Hambacher Forst und alle sind voll aufgebracht

Derzeit sind die sozialen Medien voll von Häme gegenüber der Polizei, die im Hambacher Forst für RWE besagtes Waldstück von Umweltaktivisten räumt, welche sich mitunter irgendwo angekettet haben oder in Baumwipfeln sitzen. Es wird auch gespottet, weshalb die Polizei denn in Chemnitz so unterbesetzt gewesen sei, nun aber mit einem Großaufgebot anrücke. Gut, die Fragen sind natürlich nicht ganz beiseite zu wischen.

Dabei ist die andere Frage, warum sich denn alle so aufregen. Alle wollen ihren Strom billig billig, und alle wollen ihre Arbeitsplätze behalten, und sei es nur in der Braunkohle, die natürlich total anachronistisch ist, aber egal, wen interessierts, aber keiner will dafür einen Wald hergeben. Dabei handelt es sich ja immerhin nicht um seltenes Teakholz oder tropischen Regenwald.

Ein Braunkohletageabbaugebiet hat ja auch einen gewissen Charme. Und wenn dann irgendwann mal die Bagger weg sind, so in ein paar Jahrzehnten, dann kann man da einen hübschen Baggersee draus machen. Der kippt dann vielleicht irgendwann um, fängt an zu blubbern und grünlich zu stinken, und dann siedeln sich Algen an, irgendwann versumpft und verlandet er und schwuppdiwupp, haben wir wieder einen Forst. So what. Muss man bloß alles ein bisschen langfristiger sehen.

Da fällt mir doch folgender Witz zu ein. Treffen sich zwei Planeten und unterhalten sich ein wenig miteinander, der eine aber stöhnt, oh, mir geht es nicht so gut. Fragt der andere, was ist denn los? Meint der eine, ach, ich habe Menschen! Meint andere, ach, nicht so schlimm, kein Stress, das vergeht wieder! Hatte ich auch mal!


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Kommentare

2 Kommentare zu „Hambacher Forst und alle sind voll aufgebracht“

  1. ich glaube ein Wald ist wichtiger als Gier und Profit …

  2. Ja, im Prinzip schon

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