Wie Sie richtig streiten (ohne sich zu streiten)

Wenn das Leben an den meisten Tagen lieber süß schmecken soll, anstatt ranzig und sauer, liegt das auch daran, wie Sie mit anderen Menschen kommunizieren.

Wenn Sie gerne zwei Fehler in einem Satz machen, formulieren Sie wie folgt. Damit ist eigentlich der Grund für jeden Streit gelegt und Ihr gegenüber wird auch keine Anstalten machen, auf Ihr Anliegen einzugehen zu wollen:

„Du machst doch immer alles falsch!“

Der eine Fehler ist die Anrede mit du. Ihr Gegenüber bekommt das Gefühl, sich gegen einen Vorwurf wehren zu müssen. Der andere Fehler ist das Wörtchen „immer‘, Ihr Gegenüber wird in eine Ecke gedrängt, weil es ja scheinbar nicht um eine aktuelle Sache geht, sondern um ein Thema, das er oder sie angeblich immer macht. Wie soll er da auch rauskommen?

Wesentlich sinnvoller und zielführender ist es, wenn Sie Ich-Botschaften formulieren. Wie Sie das machen können, wird im folgenden Video dargestellt.

Wichtig ist im Grunde, erst einmal die Situation zu beschreiben, dann zu kommunizieren, wie es Ihnen selber damit geht und schließlich in einer Bitte zu enden.

Ich-Botschaften sind zwar auch nicht das Allheilmittel für jeden Konflikt, aber sie erhöhen doch deutlich die Erfolgschancen dafür, dass Ihr Gegenüber zum einen versteht, was Ihr Anliegen überhaupt ist, und zum anderen möglicherweise tatsächlich auf eine Weise darauf reagiert, die Sie für wünschenswert halten.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Wie Sie richtig streiten (ohne sich zu streiten)“

  1. Ja wenn das immer alles so einfach wäre und der Mitbewohner sich an die Vorgaben, wie hier geschildert halten würde. Ist eine Du Botschaft auch eine solche wenn ich in einem Streit gestern Abend als “ du
    dumme S…… bezeichnet werde ? Ist es normal dass der Mitbewohner mir mehr als 40 Jahre vorhält, in denen ich mich nicht so verhalten hätte wie er es erwartet hat ?

  2. Jetzt bin ich auf die Antwort gespannt

  3. Scheint mir schon eine du-Botschaft zu sein, wenn derjenige das so sagt. Das ist natürlich ziemlich entwaffnend, was soll man denn dann sagen überhaupt. Wirkt auf mich unsinnig, wenn jemand behauptet, der andere hätte sich 40 Jahre so verhalten, wie er es nicht erwartet hätte. Denn an einer Beziehung sind doch immer zwei Leute beteiligt. Da hätte der andere doch auch schon mal bisschen früher was sagen können. Zudem ist man ja nicht auf der Welt, um sich immer so zu verhalten, wie irgendwer das vielleicht gerade erwarten möchte. Vielleicht steht was anderes dahinter, vielleicht ist der Mitbewohner gekränkt, enttäuscht, verärgert oder irgendwas und weiß nicht, wie er das besser ausdrücken sollte. Besser könntest du es sicher annehmen, wenn er es als ich-Botschaft formulieren könnte, was aber nicht unbedingt viele Menschen können.

  4. Dankeschön fuer die Antwort

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