Günter J. Matthia. Einerseits sind die Vorteile, die ein Buch im Gegensatz zu mündlicher Überlieferung bietet, nicht von der Hand zu weisen. So gut wie jedes Weitererzählen würde, ob nun gewollt oder unabsichtlich, den Inhalt färben, leicht verändern, sehr verändern, gewichten … ein Buch dagegen hält alles so fest, wie es zum Zeitpunkt der Drucklegung vorliegt. Ob man das Buch später überarbeitet, ist eine ganz andere Frage. Erst einmal ist es eine Momentaufnahme.
So gesehen ist es ein Gewinn, Berichte, Briefe, Lehrstücke, Poesie, Phantasie und andere Formen der religiösen Literatur in Form eines Sammelwerkes, das Bibel genannt wird, zu haben. In vielen Sprachen noch dazu (was wiederum bei jeder Übersetzung und Übertragung zwangsweise den Inhalt färben, leicht verändern, sehr verändern, gewichten muss). Zumindest liegt uns heute in unserer Sprache eine Sammlung von Texten vor, die einigermaßen verlässlich in den ersten paar Jahrzehnten der Geschichte des Christentums von Menschen verfasst wurden, die noch vergleichsweise nahe an den Ereignissen der Entstehung der christlichen Kirche und Gemeinde dran waren.
Was das sogenannte Alte Testament betrifft, also den vorchristlichen Zeitraum des jüdischen Glaubens und Lebens…>mehr.
foto: Len Matthews, Leonard John Matthews,flickr.com



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