Das gewisse Etwas: Glaube und Moral

Josef Bordat. Hier der Versuch einer Antwort auf die Frage, wie sich Glaube und Moral zueinander verhalten, eine Frage, die Alipius zur Diskussion gestellt hat. Ich werde bei meinem Antwortversuch vor allem auf den katholischen Moralphilosophen Robert Spaemann zurückgreifen, aber auch aufUdo di Fabio, Richter am Bundesverfassungsgericht a. D.

Ich glaube zunächst, dass sich Glaube und Moral in einem Kernkonzept von Anthropologie und Ethik treffen, im Gewissen. Ich glaube ferner, dass mit dem Glaubensabfall (individuell und kollektiv) dieses Kernkonzept in seiner ethischen Potenz in Gefahr gerät. Es ist nicht plötzlich „weg“, wenn man den Kirchenaustrittsantrag einreicht (das wäre ein sehr unkatholisches Verständnis von Gewissen), doch sein vernünftiger Gebrauch könnte infolgedessen aus der Übung geraten. Das halte ich – entgegen dem aktuellen Trend in der Moralphilosophie – für problematisch.>mehr.

foto:theilr,flickr.com


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

1 AFD Arbeit Architektur Bayern Berlin Beziehung Beziehungen Bibel Bilder blau Blumen Christen Christentum Corona Coronavirus demokratie Details Deutschland Donald Trump EKD Essay Essen Ethik EU Europa Evangelisch Farben Flüchtlinge Fotografie Fotos Freiheit frieden funny.casa Gedanken Gedichte gelb Gemeinde Geschichte Gesellschaft Gesundheit Glaube Gott grün Highlight Hoffnung Humor Impressionen italien Jesus Jesus.casa Katholisch kinder Kirche Klimaerwärmung krankheit Krieg Kultur Kunst Leben Lebenshilfe Liebe Medien menschen Menschenrechte Musik Musikgeschichte münchen München inside Nachgedacht Nato Natur neu Olaf Scholz Ostern Pandemie philosophie photography Politik Psychologie Putin Religion Russland Satire Sprache sunshine.casa Theologie Tod Toleranz Ukraine Urlaub usa verantwortung Vertrauen video Weihnachten Wirtschaft yellow.casa Zivilcourage Zukunft


Kommentare

2 Kommentare zu „Das gewisse Etwas: Glaube und Moral“

  1. Hallo Theolounge,
    ich bin nicht der Meinung, dass die Kernmoral, die es in jeder Gesellschaft gibt (du sollst nicht lügen, stehlen, töten etc.), zwangsläufig mit der Religion zusammen hängt. Im Gegenteil: Religion macht die Menschen unmoralisch, da die Beweggründe verschoben werden. Nicht weil schlecht ist, tötet und stiehlt der Gläubige nicht, sondern weil es bestraft wird; und zwar von göttlicher Seite. Eben jenes Strafsystem macht die Gläubigen blind für den eigentlichen Grund moralischen Handelns: Das eine Gesellschaft langfristig funktioniert und damit das Überleben dieser Gemeinschaft gesichert ist.
    Gruß AT

  2. @politreligion

    Religion hat AUCH meistens moralische Massstäbe. Allerdings geht es bei Religion primär um Gotteserkenntnis.
    In diese eingebettet werden dann auch Moralvorstellungen.

    Protestantische Vorstellung: Weil Gott dem Mensch vergibt (Indikativ), soll der Mensch aus freien Stücken darauf reagieren (Imperativ) und versuchen, ethisch anständig zu leben. Aber nicht, weil er Angst vor göttlicher Strafe haben muss. (das ist seit Luther passée).

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen