Steinwürfe auf Juden in Hannover

Ein antisemitischer Angriff beschäftigt Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover:

Eine Gruppe von überwiegend muslimischen Kindern und Jugendlichen libanesischer, palästinensischer und iranischer Herkunft soll am Samstag bei einem Fest im Stadtteil Sahlkamp eine Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde mit Steinen beworfen und „Juden raus!“ geschrien haben. Bisher konnte die Polizei als mutmaßliche Täter einen 14-jährigen Deutschen und einen 19-jährigen Nordafrikaner ermitteln. Nachdem eine Tänzerin leicht am Bein verletzt worden war, brach die Gruppe Chaverim (Freunde) ihren Auftritt ab. > Weiterlesen
Foto: Cloud Nine (Flickr.com)

> Rasanter Anstieg antisemitischer Hasspropaganda


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Kommentare

8 Kommentare zu „Steinwürfe auf Juden in Hannover“

  1. Schlimme Sache das Ganze.

    Ich würde übrigens auch einen Zusammenhang zu dem Geschehen vor Gaza vermuten.

    In dem Zusammenhang finde ich immer das hier erwähnenswert: „Israels Politik fördert Antisemitismus“
    http://theolounge.wordpress.com/2010/06/01/%e2%80%9eisraels-politik-fordert-antisemitismus%e2%80%9c/

  2. Man beachte, die Stellungnahme von Milli Görus einerseits:
    Der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), Oğuz Üçüncü, verurteilte den offenbar rassistisch motivierten Angriff. „Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit mit Steinen zu bewerfen oder sie anderweitig anzugreifen, kann durch nichts gerechtfertigt werden. Kritik an der Gewalt des Staates Israel gegenüber Palästinensern kann nie eine Rechtfertigung dafür bieten,— rassistisch– motivierte Straftaten zu begehen.“ (fy)

    andererseits die Stellungnahme der deutschen Polizei in dem Bericht, es handele sich nicht um einen rechtsextremistischen Angriff.

    Na , wat den NU? Wenn Islamo-faschistische junge Männer selbst von deren obermachos als rassisten bezeichnet werden, sollte die deutsche polizei sich nicht scheuen, diese männer als das zu bezeichnen was sie sind: rassistische islamo-faschisten.

  3. @ Dieblaueneu :Es handelt sich auch nicht um einen rechtsextremen Übergriff. Denn die NPD war diesmal wohl nicht mit dabei. Auch wenn sie es sicher gern gewollt hätten.

    Es war ein antisemitischer Übergriff!

    Im Rechtssystem ein kleiner aber feiner Unterschied. Auch wenn es die selben Auswirkungen hatte.
    http://chawart.wordpress.com/2010/06/25/antisemitismus-in-hannover/

  4. @Theolounge: Ich gebe Dir grundsätzlich recht: Israels Politik fördert den Antisemitismus. Aber wenn dieser Satz für sich allein steht und nichts Weiteres dahinter kommt, führt er total in die Irre!
    An Stammtischen wird dann sicher der Satz folgen: Also sind die Juden doch selbst Schuld am Antisemitismus. Und das ist unerträglich!
    Es gibt noch viele andere und sicherlich wichtigere Gründe für Antisemitismus, die überhaupt nichts mit der Politik Isreals zu tun haben. Gerade im Umfeld der Moscheen in Deutschland – weit Weg von Gaza. Und vor allen Dingen bei islamischen Kindern und Jugendlichen. Und diese anderen Gründe sollten wir dringend erforschen. In unserem eigenen Interesse.
    Ich finde es unerträglich daß in meiner Heimatstadt öffentlich wieder geschrieb wird: „Juden Raus!“ Und nicht einmal von den Verantwortlichen die Polizei gerufen wird.

  5. @Don Ralfo

    Ja, das ist auch tatsächlich unerträglich, sehe ich auch so.

    Stimmt auch, dass Stammtische alles mögliche für antisemitische Zwecke instrumentalisieren bzw. für ihre Zwecke interpretieren können.

    Aber das ist zumindest nicht die Absicht dieses Artikels.

  6. Im November 2002 verübte ein Hamas-Terrorist einen Selbstmordanschlag auf einen israelischen Schulbus. 11 Personen sterben.
    Darunter die kleine Tochter meiner Freundin, die ich seit der Geburt kenne.
    Und viele hier in Hannover kannten sie und ihre Familie.
    ABER
    es ist KEINER hingegangen und hat Steine geworfen, hat Menschen arabischer Herkunft hier beschimpft usw.

    Eine starke Reaktion von Seiten der Öffentlichkeit war auch nicht zu verzeichnen. Es waren ja nur J**** 🙁

  7. @Chawa: Sehr traurige Geschichte. Man fühlt sich so hilflos und ratlos wenn man diese Dinge hört.
    Habe gerade ein sehr interessantes Buch gelesen: „Sohn der Hamas“ Es ist aus der Sichtweise eines Hamas-Insiders geschrieben, dem Sohn eines Hamas-Führers, der mit dem israelischen Geheimdienst kooperierte um diese Selbstmordattentate zu verhindern. Ich kann es nur weiterempfehlen, weil es irgendwie Hoffnung in diesem scheinbar aussichtslosen Konflikt vermittelt.
    http://sonofhamas.com/
    Es gibt dieses Buch auch in Deutsch.

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