Oh wie fein, sie tun es wieder: Die USA haben wieder einen Menschen getötet. Diesmal im Staat Utah. Aber nicht mit dem Elektrischen Stuhl oder der Giftspritze, sondern ganz klassisch nach Wildwestmanier: Fünf Schützen erschossen ihn.
Das ist fein. Nun können die Schützen mit dem beruhigenden Gefühl leben, Rache verübt zu haben. Einen Menschen getötet zu haben. Der es doch wohl sicher verdient habe, oder. Oder ?
Oder: wie kann es eigentlich sein, dass sich irgendjemand anmaßt, über Leben und Tod zu entscheiden ? Noch dazu ein Staat ? Klar, die USA sind in dieser Hinsicht nicht das Schreckgespenst Nummer 1, es gibt genug andere Staaten, die weitaus radikaler vorgehen. Aber: die USA sind eine Demokratie. Und zwar eine, die die gesamte – zumindest westliche – Welt doch mit prägt. Eine gewisse Vorbildfunktion hatte sie immer mal wieder. Wie kann aber eine Demokratie derart unmenschliches Recht vertreten ? Sicher, nicht in jedem Bundesstaat der USA gibt es die Todesstrafe. Aber es gibt sie eben noch in manchen.
Aber: ein Mensch, der getötet wird, ist bereits einer zuviel. Denn wir Menschen verfügen nicht über das Leben. Und ebenso wenig steht es uns an, über den Tod zu verfügen. In Sachen Menschenrechten hat die Welt noch zu lernen. Unendlich viel zu lernen. > Hier zum Artikel.
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foto: truthout.org, flickr.com




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