Sabatina, Jasmin und Sarah teilen ein Schicksal: sie wurden zwangsverheiratet.
Mit ihrem Schicksal wollen sie wachrütteln in Deutschland, in dem die Verfassung Zwangsheirat zwar verbietet, jedoch nicht unbedingt durchsetzen könne – angeblich auch nicht für deutsche Staatsbürgerinnen.
Ich habe den Beitrag von „37Grad“ gestern gesehen und kann einerseits sagen: erschütternd natürlich. Andrerseits fragte ich mich: wie kann es denn sein, dass dieser Zustand über so viele Jahre anhält, dass Frauen sich nach so vielen Jahren immer noch verfolgt fühlen ? Ist dieser Zustand psychisch dann ein Selbstläufer, oder besteht die Bedrohung real ?
Wie vertrauenswürdig ist der Bericht von Sabatina James ? Ich für meinen Teil hege leichte Zweifel an ihren Motiven. Sicherlich kenne ich das Problem der Zwangsheiraten und lehne es zutiefst ab. Aber Frau James war mir irgendwie suspekt – rein menschlich – zu aufgedonnert, irgendwie nicht glaubwürdig genug. Die Sache, die sie thematisiert: sie ist natürlich recht unstrittig (Zwangsheiraten).
Aber Frau James lebt offenbar unter Polizeischutz seit längerer Zeit, weil ihre Familie sie umbringen wolle (die offenbar in Österreich lebt). Deshalb müsse Frau James alle 4 Monate ihren Wohnort ändern und könnte auch keine festen Beziehungen eingehen. Das kommt mir irgendwie etwas dick aufgetragen vor. Nun denn: sollte es wirklich so sein, dann kann man ihr nur wünschen, dass dieser unerträgliche Zustand bald aufhören möge. Falls es so ist.
Was stört mich an der Geschichte ? Weshalb kann ich ihr so wenig Glauben schenken ? Wohl deshalb, weil mir Frau James zu sehr den Eindruck erweckt, im Rampenlicht stehen zu wollen. Das lässt mich zweifeln.
foto: picapp.com: Sabatina James – VIENNA, AUSTRIA – MARCH 05: Sabatina James arrives for the Women’s World Awards at Vienna Stadthalle on February 5, 2009 in Vienna, Austria.





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