So zumindest fragt ein Blog des Guardian: Has Venter made us gods?
Nun, ein wenig übertrieben wirkt dies durchaus. Was Craig Venter schaffte, ist dies: er stellte synthetisch eine Zelle her. Allerhand.
In dem Guardian-Artikel geht der Gedankengang jedoch weiter: was, wenn man also – irgendwann – vielleicht alle Lebewesen synthetisch herstellen könnte ?
Wären dann nicht wir Gott – und Gott gäbe es gar nicht ?
Wohl kaum. Im Guardian-Blog geht der Blick auf das, was hinter der Materie steht: angenommen, man könnte tatsächlich künstlich Lebewesen erschaffen, so ergibt sich die nächste Frage: die der Information.
Was ist Information ? Und wo ist sie eigentlich gespeichert ?
Diese Frage geht in den metaphysischen Bereich. Eine mögliche Richtung zum Weiterdenken finden man bei dem (verstorbenen) Physiker und Philosophen Carl-Friedrich von Weizsäcker, der doch meinte: Alles ist Geist ! Die Materie exsistiert gar nicht.
Also: alles ist Information. Oder christlich / muslimisch / jüdisch / religiös gesehen: Wir sind in Gott. Alles ist ein Gedanke Gottes.
Zu Weizsäcker mehr finden Sie > hier.
Den Artikel zu Craig Venter in der WELT oder im GUARDIAN.
Und: ganz so spektakulär ist die Sache nun auch wieder nicht:
Die Forscher schufen damit eine Zelle, die von einem fremden Genom kontrolliert wird. Sie sprechen von einer „synthetischen Zelle“, obwohl sie nur das Erbgut künstlich geschaffen haben. (…)
Dem Team ist es damit jedoch noch nicht gelungen, ein komplett neues Lebewesen zu schaffen. Denn es benötigte zumindest das Original-Erbgut eines Bakteriums und die Hülle eines zweiten Bakteriums für seine Versuche.(WELT)
Venter meint dazu:
„Das ist ein wichtiger Schritt, glauben wir, sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch“, sagte Venter. „Es hat sicherlich meine Sicht über die Definition des Lebens geändert und darüber, wie Leben funktioniert.“ (WELT)
Aus philosophischer Sicht könnte man dazu sagen: ja und nein. Interessant durchaus. WAS aber Leben ist, wird dennoch ein Rätsel bleiben, dessen Ursprung für viele Menschen weiterhin im Transzendenten bleiben wird – selbst, wenn man irgendwann einmal Bausteine so zusammenfügen könnte, dass tatsächlich ein Lebewesen herauskäme. Aber über das Wesen des Lebens aus philosophischer Sicht wäre dadurch dennoch keine Aussage getroffen. Lesen Sie mehr zum Thema > hier
foto: Craig Venter,picapp.com





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