
Zwar war bereits mit der Wiederzulassung der lateinischen Messe / des tridentinischen Ritus im Gottesdienst klar, dass es unter diesem Ponitfikat in eine klar konservative Richtung gehen würde (vgl. dazu auch „Rom spricht Latein„), aber dass eher fortschrittliche Kräfte – die es in der römisch-katholischen Kirche ja auch gibt – so vor den Kopf gestoßen werden, hatte ich nicht erwartet.
Besondere Brisanz hat dieses Vorgehen noch dadurch gewonnen, dass einer der vier Bischöfe, der Brite Richard Williamson, in einem Interview mit einem schwedischen Radiosender den Holocaust geleuget hat: „Ich glaube nicht, dass sechs Millionen Juden vergast wurden. Ich glaube nicht, dass es Gaskammern gab.“ – Solche Töne bin ich bislang nur aus rechtsradikalen Kreisen gewöhnt. Das sie nun bei einem rehabilitierten Bischof der römisch-katholischen Kirche zu finden sind, finde ich entsetzlich.
Quo vadis Rom?
Weitere Informationen:
- Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 26. Januar 2009: Papst begnadigt Holocaust-Leugner
Foto: LeoneL Schilling – Quelle: http://www.flickr.de



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