Advent, Advent

advent-gabi-schoenemann.jpgJa, es ist wieder so weit. Mit dem Advent beginnen wir die geistige Vorbereitung auf die Festlichkeit der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Ankunft in zweierlei Weise: Zum einem bereiten wir uns auf die Geburt unseres Herrn und Heiland vor, mit welcher Gott Mensch wurde und zum anderen ist die Adventszeit besonders – und dieser Aspekt wird gerne auch von vielen Christen übersehen – Besinnung, dass Jesus wieder kommen wird, um die Welt zu vollenden. 
Advent, was vom lateinischen advenire (ankommen) kommt, ist eine Fastenzeit, in der wir die Wiederkunft Jesu erwarten so wie er es seinen Jüngern gesagt hat. Ein schönes Beispiel dafür findet sich in Mk 2,18-22. Hier macht Jesus klar, dass er uns durch die Kreuzigung und Auferstehung entrissen wird und dann für alle das Fasten beginnt, 
bis er, der Bräutigam, wiederkommt und wir am Hochzeitstisch mit ihm sitzen und Mahl halten werden.

Wie sieht es aber in unserer Gesellschaft mit dem „Fasten“, also die geistige Vorbereitung für die Ankunft Christi, in unserer Gesellschaft aus? Durch die deutschen Straßen fegen die Leute wie Gejagte, um entweder die Geschenkeliste abzuarbeiten oder sich kulinarisch an einem der unzähligen Glühwein- und Bratwursttische zu vergnügen.

Gegen all dies ist an sich noch nichts einzuwenden. Im Fall von Weihnachten muss man jedoch wirklich von Markenfälschung sprechen. Bsp.: Für jedes Marketing-Produkt gilt heute, dass es nicht gefälscht werden darf. Nur das Original des Herstellers wird als das „richtige“ Produkt gesehen und darf sich dementsprechend auch so nennen
Weinachten wird heut zu Tage jedoch in der westlichen Gesellschaft verfälscht bzw. gefälscht. Aus dem Fest der Ankunft Jesu Christi, womit sowohl die Geburt, als auch oder besser gesagt vor allem die Wiederkunft Christ gemeint ist, wird ein kommerzielles Waren-Fest gemacht. Die Wahrheit des Festes steht mehr und mehr unter dem Motto eines Waren-Festes. Ist das das wa[h]re Weinachten?
Nein! Weinachten ist die grundlose Zusage Gottes an den Menschen diesen aus Elend, Sünde und dem Tod als letztes Wort zu befreien.

Daraus folgt:
Ein Weinachten, das sich von Christi Geburt und Religiosität abspaltet, ist eine grobe Fälschung von Sinn und Inhalt des Weihnachtsfestes. Diese Art von „Fest“ leidet unter einem Selbstwiderspruch und müsste streng genommen umbenannt werden! Diejenigen, welche Weinachten als Waren-Fest oder als irgendein anderes Fest feiern, feiern im Prinzip nur vom 24.12-26.12, wenn das Schenken und endlose Essen vorbei ist. Ehrlich gesagt ist für die meistens  am morgen des 25.12 Schluss mit Weinachten. Womöglich werden noch einige Geschenke umgetauscht und der Tannenbaum auf den Müll gebracht.
Für den Christ ist Weinachten nach den drei Feiertagen nicht vorbei! Es soll das ganze Jahr über in der Erwartung der endgültigen Ankunft des Herrn Jesus Christus leben. Die Weinachtsfesttage, die historisch wahrscheinlich ohnehin nicht das genaue Geburtsdatum treffen, sind für den Christen alljährliches Gedenken und Besinnung seines tiefen Glaubens an die End-Rettung und den Beginn des ewigen Lebens. Es ist eine Besinnung an das nicht selbstverständliche Geschenk Gottes an sein geliebtes Volk: Gott drückt  sein Wohlgefallen an uns aus.
Wie sehr würden sich Menschen geehrt fühlen, wenn ein Promi, Teenie-Star oder bekannter Politiker zu ihnen sagen würde: Du hast mein Wohlgefallen? Wie sehr? Man würde es vermutlich so schnell wie nur möglich allen unter die Nase reiben!
Diese Zusage, die Gott den Menschen im Evangelium an Weinachten gibt, nämlich, dass wir sein Wohlgefallen erregt haben, veranlasst die Menschen nur noch selten dazu, stolz zu sein! Dieses Geschenk wir nicht angenommen, die Menschen weigern sich, an Weinachten diesem Geschenk der Liebe Gottes zu gedenken und sich darüber zu freuen, sondern machen lieber ihre eigene Show daraus und verpacken sie unter dem Deckmantel eines „Festes der Liebe“, wobei sie den Schenker Gott absichtlich vergessen und beiseite schieben. Traurig.

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Bild:Gabi Schoenemann,pixelio.de

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