Gestern im münchener Krankenhaus Harlaching. Meine Frau telefonierte vorhin mit einer Freundin. Sie erlebte folgendes:
Ihre Tochter hat ein Kind bekommen, derzeit noch ein Säugling. Gestern war die Tochter bei ihrer Mutter zu Besuch und sie merkten, dass etwas nicht stimmte. Daraufhin suchten sie oben genanntes Krankenhaus auf, wo sie ca. 4 Stunden lang warten mussten, bis endlich der einzige diensthabende Arzt Zeit hatte (er musste bis dahin operieren).
Besagte Freundin hatte vor ca. 10 Jahren ein Baby durch plötzlichen Tod verloren. Nun war sie mit dem Kind ihrer Tochter im Krankenhaus. Als der Arzt endlich kam, stellte er fest, dass es sich um einen Leistenbruch handelte. Während dieses Gesprächs zerbarst ein Fenster in der Nähe, wo die Beratung stattfand.
Der Arzt konnte den Leistenbruch manuell nicht ‚einrenken‘. Als er aus dem Behandlungszimmer wieder herauskam, teilte er mit, dass das Baby operiert werden müsse. Da zerbarst der andere Teil der zweiteiligen Glasscheibe.
Das Baby wurde operiert, die Operation verlief erfolgreich, bislang ist das Baby wohlauf.
Diese Begebenheit erzähle ich hier, weil ich vor einiger Zeit ein Erlebnis hatte, über das ich selbst geschrieben habe (> Tote verabschieden sich von uns). Dieses Jahr schickte ich den Link aus Interesse an die IGPP und eine Psychologin rief mich nach ca. 2 Wochen zurück und erläuterte mir, das derartige Vorkommnisse häufig seien.
Etwa 3/4 der Bevölkerung habe im Laufe ihres Lebens einmal Begebnungen mit „parapsychologischen Phänomenen“. Heute geht man in diesem Institut nicht mehr von einer animistischen Theorie aus (wonach eine Art Geisterwelt existiert), sondern von einer systemischen Theorie: demnach wird ein System gewissermaßen instabil: eine Familienkonstellation hat beispielsweise ein gewisses Problem, jemand aus der Familiensituation ist beispielsweise in einem „durchlässigen“ Zustand, also einem Zustand, in dem er z.B. sehr angestrengt, überreizt oder ähnliches ist. Dadurch nimmt er eher Dinge wahr, die er sonst nicht wahrnehmen würde. Die Spannungen in einem System können sich offensichtlich auch sichtbar entladen, es kann vorkommen, dass z.B. Bilder von den Wänden fallen. In diesem Fall wäre es wohl die Scheibe, die geplatzt ist. Sonderlich viel Wind war nicht vorhanden.
Wichtig ist offensichtlich auch, dass Menschen einem gewissen Geschehen einen Sinnzusammenhang zuordnen. Möglicherweise ist obige Scheibe einfach so „geplatzt“, vielleicht war sie falsch eingebaut, die Spannungen im Rahmen wurden zu stark.
Möglicherweise ist dies aber auch nur die „rationale“ Erklärung. Laut der IPGG ist es eben so, dass derartige Vorkommnisse häufiger sind, als landläufig angenommen.
foto: sweetpigor,flickr.com




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