
Bei der berüchtigten „Human Bell“ (der menschlichen Glocke) von Choreografin Florentina Holzinger wird eine monumentale Kirchenglocke aufgebaut, in der allerdings kein gewöhnlicher Metallklöppel hängt. Stattdessen befestigt sich eine nackte Performerin im Inneren der Glocke. Der menschliche Körper fungiert hier buchstäblich als lebendiger Klöppel, der mit voller Wucht und Schwung gegen die Glockenwand prallt, um den Ton zu erzeugen.
Was im Kunstbetrieb und rund um Veranstaltungen wie die Art Biennale in Venedig gerne als radikale Grenzüberschreitung gefeiert wird, ist bei ehrlicher Betrachtung vor allem eines: eine zutiefst menschenverachtende Zurschaustellung, die den Menschen zum reinen Objekt und Werkzeug degradiert.
Dabei drängt sich der Verdacht auf: Geht es hier überhaupt noch um eine echte Botschaft? Oder will man einfach nur mit allen Mitteln aus der Masse an Künstlern herausstechen? Wenn echte Ideen fehlen, wird eben zur maximalen Brutalität und Schockwirkung gegriffen, weil sich Blut, Schmerz und nackte Haut nun einmal verlässlich in Schlagzeilen und Aufmerksamkeit verwandeln lassen.
Dass dieser ganze Kunstbetrieb bei vielen Betrachtern nur noch pures Unverständnis auslöst, zeigt ein treffender Kurzclip mit Vampirin Luna:
Im Video läuft Luna durch eine Kunstausstellung und trifft auf eine Installation, die direkt auf diese fragwürdige Performance anspielt: In einer riesigen Glocke hängt statt eines echten Körpers eine Vogelscheuche wie ein Gehängter herab.
Lunas Reaktion bringt den ganzen Hype auf den Punkt: Ein verächtlicher Blick, ein ungläubiges Kopfschütteln und der trockene Kommentar: „So this is art?“ – bevor sie sich abwendet und weitergeht.



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