
Gendersensible Sprache scheint in Deutschland doch schon ein bisschen ihren Zenit gehabt zu haben. Seit man sich Sorgen um die Wirtschaft macht und darum, was passieren würde, wenn Russland Deutschland angreifen würde, entweder direkt oder vorläufig weiterhin nur über die Unterstützung rechtsextremer Parteien, hat man für das Gendersternchen nicht mehr so viel Zeit.
Denn man muss schon sagen, die Debatte darum ist gewissermaßen ein Luxusproblem. Zwar meint sie etwas Gutes, aber es ist ein Luxusproblem.
Und noch etwas: Durch die Verwendung des Gender*sternchens verschwindet das Maskulinum in der gesprochenen Sprache und wird durch das Femininum ersetzt, weil man den kleinen Stopp, den viele Leute nach dem * einlegen, kaum hört. Aus Freunden werden Freund*innen, das hört sich an wie: Freundinnen.
Kann man schon machen, aber man tauscht das eine gegen das andere. Man will das Maskulinum vermeiden, stattdessen forciert man das Femininum.
Und das Dritte und somit alles weitere? Das ist im * versteckt, in diesem marginal kleinen Unterbrecher beim Sprechen. So wenig Raum.



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