Demnächst wird kein Tourist mehr Interesse haben, die USA zu besuchen.
US-Tourismus in der Krise: Weniger Gäste, weniger Geld
Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump im Jahr 2025 steckt der Tourismus in den USA in der Klemme. Während der Rest der Welt beim Reisen zulegt, sind die USA das einzige große Land, in dem die Einnahmen durch ausländische Urlauber sinken. Experten schätzen das Minus für das Jahr 2025 auf etwa 12,5 bis 16 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Besucher fiel von über 72 Millionen auf rund 68,5 Millionen.
Abschreckung durch politische Rhetorik
Ein Hauptgrund für diesen Abwärtstrend ist die politische Stimmung. Harte Töne aus dem Weißen Haus – etwa die „America First“-Rhetorik, Drohungen mit massiven Zöllen oder sogar provokante Äußerungen über die Annexion von Teilen Kanadas – haben viele Urlauber verunsichert.
Berichte über Massenabschiebungen und deutlich strengere Kontrollen an den Grenzen sorgen dafür, dass das Image der USA als gastfreundliches Ziel gelitten hat. Zusätzlich macht eine neue Visum-Gebühr von 250 US-Dollar den Trip für viele Reisende schlichtweg zu teuer. Das Ergebnis: Viele Menschen fühlen sich nicht mehr willkommen und weichen auf andere Länder aus.
Buchungen für 2026 bleiben im Keller
Auch für das laufende Jahr 2026 gibt es bisher keine Entwarnung. Die neuesten Zahlen zeigen, dass das Interesse an Reisen in die USA weiterhin sinkt und die Buchungen deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleiben:
- Flugbuchungen aus Europa: Für den kommenden Sommer liegen diese bereits um mehr als 14 % niedriger als im gleichen Zeitraum 2025.
- Besucherzahlen im Januar: Im Januar 2026 kamen insgesamt 4,8 % weniger internationale Gäste ins Land als im Januar des Vorjahres.
- Nachbarschaftshilfe bleibt aus: Aus Kanada reisten im Januar sogar 22 % weniger Menschen ein als zu Beginn des Vorjahres.
Ein schwieriger Weg zurück
Die Branche hofft nun auf Großereignisse wie die Vorbereitungen zur Fußball-Weltmeisterschaft, um die Reiselust wieder zu wecken. Doch solange die Kombination aus hohen Kosten und einer als ablehnend empfundenen Politik bestehen bleibt, wird es für die US-Reisewirtschaft schwer, das Vertrauen der Welt zurückzugewinnen. Viele Urlauber wählen derzeit lieber Ziele in Europa oder Asien, wo sie sich willkommener fühlen.




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